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Schwedisch lernen, aber richtig

Mit Tipps und Tricks schneller zum Ziel

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Schwedisch lernen ist keine Kunst aber auch kein Kinderspiel. Wer mit dem Gedanken spielt Schwedisch zu lernen, muss sich gut überlegen, wie er das anstellen will. Allein der Wunsch, sich im Norden mit der Bevölkerung in der Landessprache zu unterhalten reicht nicht aus. Es braucht Biss und die richtige Strategie. Ich habe mir eine zurecht gelegt.

Schwedisch lernen
Nimm am sozialen Leben in Schweden teil und versuch zu verstehen, was erzählt wird. (Foto: Andrea Ullius)

2016 gefasst habe ich mir den Vorsatz gefasst Schwedisch zu lernen. Natürlich wusste ich scho da, dass man in einem Jahr nicht einer neuen Sprache mächtig wird. Erstens besteht mein tägliches Leben aus Arbeit und nicht aus Sprache lernen und zweitens ist Schwedisch, im Gegensatz zu Englisch, keine Sprache die an allen Ecken und Enden anzutreffen ist. Ich überlegte mir also, wie komme ich mit meinen zeitlichen Möglichkeiten zu einem für mich optimalen Resultat.

1. Setze dir ein Ziel

Damit du überhaupt beginnst Schwedisch zu lernen, brauchst du ein Ziel. Und nein, alleine die Aussage: „Ich möchte Schwedisch lernen“ ist kein Ziel. Du musst das etwas klarer im Fokus haben. Setz dir zum Beispiel folgendes Ziel: “ Ich kann in meinem nächsten Urlaub im Restaurant auf Schwedisch bestellen.“ Es kommt natürlich immer auf deinen Zeiteinsatz an, wie schnell du der Schwedischen Sprache mächtig bist. Mein Tipp ist auf jeden Fall: mach kleine Schritte, setzt dir Zwischenziele und lerne regelmässig. Nur schon, wenn du schwedischen Leuten auf Schwedisch erklären kannst, woher du kommst und was du in deinem Leben machst, hast du gewonnen.

Schwedisch lernen
Mein Ziel: Mich auf Schwedisch verständigen zu können. (Foto: Andrea Ullius)

2. Kauf dir den Online-Kurs von Babbel

Ich mache ja hier auf schwedenhappen.ch nicht oft Werbung. Wenn du aber Schwedisch lernen willst, dann kommst du aus meiner Sicht nicht am Online-Sprachkurs von Babbel vorbei. Ich habe mir diverse Angebote angeschaut, auch einen Kurs von Ponds auf CD. Das System von Babbel hat mich aber mit Abstand am meisten überzeugt. Ein Online-Kurs ist genau das Richtige, um mit dem Projekt „Schwedisch lernen“ zu beginnen. Die ersten Gehversuche sind nämlich die Schwierigsten. Man kennt kaum ein Wort, die Aussprache ist neu, und man hat auch noch kein eigenes System, wie und wann man genau lernen will.

Babbel hat aus meiner Sicht einige entscheidende Vorteile. Der ganze Sprachkurs ist in der Cloud. Du kannst also von allen deinen Geräte aus auf die Lektionen zugreifen. Das System merkt sich, wo du das letzte Mal gestoppt hast. Du kannst die Aussprache trainieren, du lernst Dialoge, du kannst dein Vocabular aufbauen usw. Ich hatte im Januar 2016 mit dem Kurs begonnen, und obwohl ich noch nicht so fleissig war, hatte ich einige Dinge schon bald ziemlich gut drauf. Nimm dir jeden Tag 15 Minuten Zeit, und du wirst schnell Fortschritte machen. Der Babbel-Kurs ist abgesehen davon recht preiswert. Mach doch mal einen kostenlosen Versuch.

3. Mach einen Schwedisch-Kurs in deinem Ort

Schwedisch lernen geht am einfachsten, wenn du das zusammen mit Gleichgesinnten machst. Schau also, wo in deiner Region solche Kurse angeboten werden. In der Gruppe wirst du schnell Fortschritte machen und Freude am Lernen bekommen. Da in der Regel alle Kursteilnehmer auf dem gleichen Lernniveau sind, fallen auch die Hemmungen sich in einer fremden Sprache zu unterhalten. Ich hatte bei uns an einer Abendschule für März 2016 einen Kurs gebucht und hoffte für meine kommende Schwedenreise über weitere sprachliche Skills zu verfügen. Dummerweise wurde dieser Kurs dann kurfristig abgesagt, da sich zu wenig Teilnehmer angemeldet haben. Das war natürlich doof. Wie es dann so kommt, ist mein Projekt „Schwedisch lernen“ etwas ins Stocken geraten. Den aktuellen Stand findest du weiter unten. Ich bleibe aber dabei: Ein Kurs mit Gleichgesinnten ist sicher eine sehr gute Wahl.

Schwedisch lernen
Menschen in oder von Schweden sind die besten Lehrer. (Foto: Andrea Ullius)

4. Bau Schwedisch in deinen Alltag ein

Du machst jeden Tag Dinge, die du in dein Projekt „Schwedisch lernen“ einbauen kannst. Du isst jeden Tag, du kaufst jeden Tag ein, du machst jeden Tag die gleichen Dinge. Übersetz dir diese Dinge auf Schwedisch und leb deinen Alltag bewusst schwedisch. Was ich damit meine? Ich erkläre es dir. Du stehst doch am Morgen auf, putzt dir die Zähne und stellst dich unter die Dusche. Übersetz dir diese Dinge nun ins Schwedische: „Ich putze die Zähne > Jag borstar tänderna“. Wenn du dir das nun jeden Morgen auf Schwedisch einprägst, hast du das intus in einer Woche.

Lies die Speisekarte auf Schwedisch. (Foto: Andrea Ullius)

Stell dir deine Einkaufsliste auf Schwedisch zusammen. Eier > ägg, Milch > mjölk, Zwiebeln > lök. Schon nach kurzer Zeit kennst du die wichtigsten Lebensmittel auf Schwedisch. Das macht doch Spass und ist absolut simpel. Ich habe so schnell gelernt die Speisekarten in den Restaurants zu verstehen. Ich verlange jeweils explizit die Karte in Schwedisch und nicht Englisch.

Schwedisch lernen
Hör den Menschen in deiner Umgebung zu. (Foto: Andrea Ullius)

5. Sei ein Schwede oder eine Schwedin

Der nächste Vorschlag, wie du gut mit Schwedisch lernen voran kommst ist, dich wie ein Schwede zu verhalten. Wenn ein Schwede einen Film schaut, dann macht er das ja auf Schwedisch. Besorg dir einen Kinderfilm in schwedischer Sprache, am besten einen, den du schon kennst. Sicher hast du schon die Streiche von „Emil i Lönneberga“ gesehen. Schau dir nun diesen Film auf Schwedisch an. Da du den Inhalt kennst, kannst du dich auf die Sprache konzentrieren. Natürlich geht das auch mit Bruce Willis und „Die Hard“. Wie heisst wohl „Jppiiaieh Schweinebacke“ auf Schwedisch?

Heute kann man die meisten Radiosender der Welt auch im Internet streamen. Such dir einen schwedischen Sender raus und hör schwedisches Radio. Das hilft dir den Klang der Sprache zu verinnerlichen. Super finde ich Sveriges Radio. Hier findest du Audiobeiträge und gleichzeitig den Text dazu. So kannst verschiedenen Sinne vernetzen. Lies eine Zeitung im Internet. 8 sidor“ ist eine bewusst einfach geschriebene Online-Zeitung. Da findest du dich schnell zurecht.

Schwedisch lernen
Versuch in einfachen Situationen den Schwedisch anzuwenden. (Foto: Andrea Ullius)

Was auch bestens funktioniert ist, wenn du dir schwedische Kinderbücher kaufst. Die sind einfach geschrieben und somit kannst du das gut übersetzten. Schliesslich lernen ja auch die schwedischen Kinder so ihre Sprache. Dann funktioniert das bei dir bestimmt auch.

Und dann gibt es noch YouTube. Auch hier findest du ganz viele Videos, die super geeignet sind Schwedisch zu lernen. Es werden auch ganze Sprachkurse angeboten. Natürlich fehlt dir hier die Interaktivität, aber etwas bleibt immer hängen. Lustig sind zum Beispiel die Clips von Ivana Eklund.

6. Praxis, Praxis, Praxis

Wenn du endlich im Urlaub in Schweden bist, dann nutze die Gelegenheit und probiere alles aus, was du bist jetzt gelernt hast. Lass dir im Restaurant die schwedische Speisekarte geben. Du kannst die jetzt bestens lesen dank deiner schwedischen Einkaufsliste.

Kauf dir am Kiosk eine schwedische Tageszeitung. Gerade die Boulevard-Blätter sind journalistisch ähnlich simpel, wie die Bild Zeitung oder der Blick in der Schweiz. Lies die Schlagzeilen. Wenn du etwas nicht verstehst, dann nutzt die Übersetzungsfunktion deines Handys.

Geh ins Kino und schau dir einen Film auf Schwedisch an. Oft sind die Filme auch auf Englisch mit schwedischen Untertiteln. Das geht auch, wenn du etwas Englisch kannst. Falls du nicht ins Kino möchtest, dann schau einfach einen der schwedischen TV-Sender im Hotel.

Schwedisch lernen
Triff Menschen und sprich mit ihnen Schwedisch. Sie werden es schätzen. (Foto: Andrea Ullius)

Und wie ist nun mein Stand?

Ich habe mein Projekt „Schwedisch lernen“ anfangs 2016 mit dem Download des Babbel-Kurses begonnen. Die ersten Schritte waren gut, dann stockte mein Plan jedoch. Der Sprachkurs bei mir in Chur wurde abgesagt und die erste Euphorie flachte dann schnell ab. Immer wieder habe ich versucht Tritt zu fassen, aber das klappte einfach nicht so, wie ich mir das wünschte.

Zwar habe ich schnell viele Dinge auf Schwedisch verstanden und ich fand mich auch schnell im schwedischen Alltag zurecht, nur Schwedisch sprechen war sehr problematisch. Dann die grosse Wende. 2020 bin ich zufällig auf Svenska Intensiv gestossen. Svenska Intensiv sind drei nette Damen, die Schwedisch Kurse in Hambung anbieten. Sie machen das aber nicht nur physisch, sondern auch online. Das ist es, dachte ich.

Seit Anfangs 2020 lerne ich nun mit Gunilla Almevad jede Woche eine Stunde Schwedisch via Zoom oder Skype. Ich bin richtig begeistert. Gunilla geht perfekt auf meine Wünsche und Bedürfnisse ein, hält nicht nur stur am „Buch“ fest und bringt mich tatsächlich weiter. Ich bin zwar immer noch etwas lernfaul, aber die Fortschritte sind durchaus sichtbar. Im letzte Sommer konnte ich mich hin und wieder mit einigen Brocken Schwedisch verständigen. 2021 feile ich mit Gunilla weiter an meinen schwedischen Skills. Das Gute ist, ich kann den Unterricht geniessen, egal, wo ich bin.

Zusammenfassend sage ich: Nutze Babble, buche einen Kurs bei Svenska Intensiv und bau Schwedisch in deinen Alltag ein. Dann klappt es bestimmt.

Tex: Andrea Ullius
Fotos: Andrea Ullius
Affilate-Link: Babbel

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2 Kommentare

  1. Ich lerne Schwedisch seit gut 3 Jahren (einmal pro Woche via Skype) mit MyLingoTrip. Das geht flott voran. Kann ich empfehlen. Ich habe diese online Sprachschule bereits 4 weiteren Personen empfohlen und alle sind total begeistert.
    Isabella

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Drogist HF, Autor und Blogger. Vom Norden begeistern, am Rest der Welt interessiert. Schreibt vorwiegend in und über Schweden, Skandinavien und die Schweiz. Nach 10 Jahren, Radio-, Fernseh- und Agenturerfahrung habe ich mich aufgemacht, alle Facetten des Reisebloggens und der Content-Produktion kennen zu lernen. Ich schreibe auf www.schwedenhapen.ch und www.ullala.ch.