Schwedisch lernen ist keine Kunst aber auch kein Kinderspiel. Wer sich mit dem Gedanken trägt Schwedisch zu lernen, muss sich gut überlegen, wie er das anstellen will. Allein der Wunsch, sich im Norden mit der Bevölkerung in der Landessprache zu unterhalten reicht nicht aus. Es braucht Biss und die richtige Strategie. Ich habe mir eine zurecht gelegt.

Ich möchten nun endlich Schwedisch lernen. Diesen Vorsatz haben ich mir für das Jahr 2016 gefasst. Natürlich weiss ich, dass man in einem Jahr nicht einer neuen Sprache mächtig wird. Erstens besteht mein tägliches Leben aus Arbeit und nicht aus Sprache lernen und zweitens ist Schwedisch, im Gegensatz zu Englisch, keine Sprache die an allen Ecken und Enden anzutreffen ist. Ich habe mir nun also überlegt, wie komme ich mit meinen zeitlichen Möglichkeiten zu einem für mich optimalen Resultat.

 

1. Setze dir ein Ziel

Damit du überhaupt beginnst Schwedisch zu lernen, brauchst du ein Ziel. Und nein, alleine die Aussage: „Ich möchte Schwedisch lernen“ ist kein Ziel. Du musst das etwas klarer im Fokus haben. Setz dir zum Beispiel folgendes Ziel: “ Ich kann in meinem nächsten Urlaub im Restaurant auf Schwedisch bestellen.“ Es kommt natürlich immer auf deinen Zeiteinsatz an, wie schnell du der Schwedischen Sprache mächtig bist. Mein Tipp ist auf jeden Fall: mach kleine Schritte, setzt dir Zwischenziele und lerne regelmässig. Nur schon, wenn du schwedischen Leuten auf Schwedisch erklären kannst, woher du kommst und was du in deinem Leben machst, hast du gewonnen.

 

2. Kauf dir den Online-Kurs von Babbel

Ich mache ja hier auf schwedenhappen.ch nicht oft Werbung. Wenn du aber Schwedisch lernen willst, dann kommst du aus meiner Sicht nicht am Online-Sprachkurs von Babbel vorbei. Ich habe mir diverse Angebote angeschaut, auch einen Kurs von Ponds auf CD. Das System von Babbel hat mich aber mit Abstand am meisten überzeugt. Ein Online-Kurs ist genau das Richtige, um mit dem Projekt „Schwedisch lernen“ zu beginnen. Die ersten Gehversuche sind nämlich die Schwierigsten. Man kennt kaum ein Wort, die Aussprache ist neu, und man hat auch noch kein eigenes System, wie und wann man genau lernen will.

Babbel hat aus meiner Sicht einige entscheidende Vorteile. Der ganze Sprachkurs ist in der Cloud. Du kannst also von allen deinen Geräte aus auf die Lektionen zugreifen. Das System merkt sich, wo du das letzte Mal gestoppt hast. Du kannst die Aussprache trainieren, du lernst Dialoge, du kannst dein Vocabular aufbauen usw. Ich habe im Januar mit dem Kurs begonnen, und obwohl ich noch nicht so fleissig war, habe ich einige Dinge schon ziemlich gut drauf. Nimm dir jeden Tag 15 Minuten Zeit, und du wirst schnell Fortschritte machen. Der Babbel-Kurs ist abgesehen davon recht preiswert. Mach doch mal einen kostenlosen Versuch.

 

3. Mach einen Schwedisch-Kurs in deinem Ort

Schwedisch lernen geht am einfachsten, wenn du das zusammen mit Gleichgesinnten machst. Schau also, wo in deiner Region solche Kurse angeboten werden. In der Gruppe wirst du schnell Fortschritte machen und Freude am Lernen bekommen. Da in der Regel alle Kursteilnehmer auf dem gleichen Lernniveau sind, fallen auch die Hemmungen sich in einer fremden Sprache zu unterhalten. Ich werde Mitte März mit so einem Kurs beginnen und freue mich schon riesig darauf. Da ich Mitte Mai bis Ende Juni in Schweden bin, kann ich dann gleich die ersten Gehversuche in Schwedisch machen. Das ich schon mit dem Online-Kurs von Babble begonnen habe, hilft mir in der ersten Phase bestimmt auch und bringt mich schneller voran.

 

4. Bau Schwedisch in deinen Alltag ein

Du machst jeden Tag Dinge, die du in dein Projekt „Schwedisch lernen“ einbauen kannst. Du isst jeden Tag, du kaufst jeden Tag ein, du machst jeden Tag die gleichen Dinge. Übersetz dir diese Dinge auf Schwedisch und leb deinen Alltag bewusst schwedisch. Was ich damit meine? Ich erkläre es dir. Du stehst doch am Morgen auf, putzt dir die Zähne und stellst dich unter die Dusche. Übersetz dir diese Dinge nun ins Schwedische: „Ich putze die Zähne > Jag borstar tänderna“. Wenn du dir das nun jeden Morgen auf Schwedisch einprägst, hast du das intus in einer Woche.

Stell dir deine Einaufsliste auf Schwedisch zusammen. Eier > ägg, Milch > mjölk, Zwiebeln > lök. Schon nach kurzer Zeit kennst du die wichtigsten Lebensmittel auf Schwedisch. Das macht doch Spass und ist absolut simpel.

Schwedisch lernen

5. Sei ein Schwede

Der nächste Vorschlag, wie du gut mit Schwedisch lernen voran kommst ist, dich wie ein Schwede zu verhalten. Wenn ein Schwede einen Film schaut, dann macht er das ja auf Schwedisch. Besorg dir einen Kinderfilm in schwedischer Sprache, am besten einen, den du schon kennst. Sicher hast du schon die Streiche von „Emil i Lönneberga“ gesehen. Schau dir nun diesen Film auf Schwedisch an. Da du den Inhalt kennst, kannst du dich auf die Sprache konzentrieren. Natürlich geht das auch mit Bruce Willis und „Die Hard“. Wie heisst wohl „Jppiiaieh Schweinebacke“ auf Schwedisch?

Heute kann man ja die meisten Radiosender der Welt auch im Internet streamen. Such dir einen schwedischen Sender raus und hör schwedisches Radio. Das hilft dir den Klang der Sprache zu verinnerlichen.

Lies eine Zeitung im Internet. „8 sidor“ ist eine bewusst einfach geschriebene Online-Zeitung. Da findest du dich schnell zurecht. Eine weitere Variante ist die Zeitschrift www.sesam.nu

Was auch bestens funktioniert ist, wenn du dir schwedische Kinderbücher kaufst. Die sind einfach geschrieben und somit kannst du das gut übersetzten. Schliesslich lernen ja auch die schwedischen Kinder so ihre Sprache. Dann funktioniert das bei dir bestimmt auch.

 

6. Praxis, Praxis, Praxis

Wenn du endlich im Urlaub in Schweden bist, dann nutze die Gelegenheit und probiere alles aus, was du bist jetzt gelernt hast. Lass dir im Restaurant die schwedische Speisekarte geben. Du kannst die jetzt bestens lesen dank deiner schwedischen Einkaufsliste.

Kauf dir am Kiosk eine schwedische Tageszeitung. Gerade die Boulevard-Blätter sind journalistisch ähnlich simpel, wie die Bild Zeitung oder der Blick in der Schweiz. Lies die Schlagzeilen. Wenn du etwas nicht verstehst, dann nutzt die Übersetzungsfunktion deines Handys.

Geh ins Kino und schau dir einen Film auf Schwedisch an. Oft sind die Filme auch auf Englisch mit schwedischen Untertiteln. Das geht auch, wenn du etwas Englisch kannst. Falls du nicht ins Kino möchtest, dann schau einfach einen der schwedischen TV-Sender im Hotel.

Ich habe mein Projekt „Schwedisch lernen“ anfangs Jahr mit dem Download des Babbel-Kurses begonnen und starte mit dem Gruppen-Unterricht im März. Gerne berichte ich euch, wie es mir dabei ergangen ist. Und wenn ihr auch Tipps für effizientes Schwedisch lernen auf Lager habt, dann freue ich mich auf euer Feedback.

Tex: Andrea Ullius
Fotos: Andrea Ullius
Affilate-Link: Babbel