(M)eine Abenteuerreise im Eis von Spitzbergen

Die traumhafte Arktis entdecken

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Eine Expedition in das arktische Eis ist eines der grossen Abenteuer, das Otto-Normalverbraucher erleben kann. Eine unglaublich vielfältige, teils brachiale Natur und eine unerwartete Artenvielfalt beeindrucken jeden Besucher von Spitzbergen. Im Juli 2022 habe ich mich zusammen mit Kontiki Reisen auf eine unglaublich Reise begeben .

Spitzbergen M/V Hondius
Unser Expeditionsschiff einsam in einen Fjord von Spitzbergen (Foto: Andrea Ullius)

«Guten Morgen, guten Morgen, es ist 7 Uhr. Um 7:30 Uhr gibt es Frühstück und um 9 Uhr startet unser Ausflug mit den Zodiacs.» Bereits am ersten Tag auf dem Expeditionsschiff M/V Hondius wurde mir klar: Wir sind hier nicht auf einer Kreuzfahrt, sondern auf einer richtigen Abenteuerreise. Eine Reise, die perfekt organisiert und betreut war, so dass ich mich schnell mit dem straffen Tagesplan anfreundete. Aber wo liegt überhaupt Spitzbergen?

Spitzbergen ist die grösste Insel des archaischen Archipels Svalbard und liegt im Nordpolarmeer, nördlich von Norwegen. Die Insel ist etwa 1.200 Kilometer von dem nördlichsten Punkt Norwegens und etwa 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernt. Spitzbergen gehört zum Königreich Norwegen, obwohl es eine autonome Gebietskörperschaft ist. 

Spitzbergen im Sommer
Einfach die Stille und die karge Natur von Spitzbergen auf sich wirken lassen. (Foto: Andrea Ullius)

Die Insel war Schauplatz von Polarexpeditionen im 19. und 20. Jahrhundert. Heute ist Spitzbergen ein beliebtes Ziel für Touristen, welche die einzigartige Landschaft und die arktische Tierwelt erkunden möchten. Es gibt viele Möglichkeiten für Abenteuersportarten wie Wandern, Klettern und Skifahren.

Longyearbyen ist die Hauptstadt und der grösste Ort auf der Insel Spitzbergen Sie ist benannt nach dem amerikanischen Unternehmer und Polarforscher John Munro Longyear, der 1901 das erste Kohlebergwerk auf Spitzbergen gründete. Die Stadt hat auch eine wichtige Rolle als Zentrum für Forschung und Bildung in der Arktis. Es gibt eine Universität und mehrere Institute, die sich mit Arktisforschung und -entwicklung befassen. Viele Expeditionsschiffe starten von hier, so auch die M/V Hondius, mit der wir in See stachen. 

Spitzbergen Longyearbyen
Longyearbyen ist ein überraschend moderner und bunter Ort. (Foto: Andrea Ullius)

Die einfachste Möglichkeit regulär nach Spitzbergen zu gelangen, ist mit dem Flugzeug. Es gibt Flüge von Tromsø nach Longyearbyen. Der Flughafen der Stadt  ist der Grösste auf der Insel und bietet Flüge zu anderen Orten in Norwegen und Europa an. Es gibt ebenfalls Möglichkeiten, Spitzbergen mit dem Schiff zu erreichen. Mehrere Reedereien bieten Kreuzfahrten nach Spitzbergen an, welche von verschiedenen Häfen in Norwegen aus starten. Dies ist eine gute Option für diejenigen, welche mehr Zeit haben und die Möglichkeit schätzen, die Schönheit der arktischen Gewässer zu geniessen, während sie nach Spitzbergen reisen. 

Spitzbergen Edelweiss Air
Entspannte Anreise mit Edelweiss Direktflug. (Foto: Andrea Ullius)

In meinem Fall erfolgte die Anreise nach Spitzbergen mit einer Kontiki Chartermaschine von Edelweiss Air entspannt und pünktlich. Die erste Überraschung dann am Flughafen von Longyearbyen: Milde 17 Grad Lufttemperatur und wolkenloser Himmel, gerechnet habe ich mit deutlich tieferen Temperaturen. Schnell die Daunenjacke wieder im Koffer verstauen. Unsere Reise fand Mitte Juli statt und somit durften wir eine Woche lang die Mitternachtssonne erleben. 24 Stunden Sonne, ein bleibender Eindruck, ausser man verbringt die Abende und Nächte ausschliesslich in der Kabine.

Das perfekte Schiff, eine erstklassige Crew und höchstmögliche Sicherheit

Die Reise nach Spitzbergen war eine Expedition und keine Kreuzfahrt. Unser Schiff die M/V Hondius kann maximal 176 Passagiere in 83 Kabinen transportieren und wurde von einer 69-köpfigen Crew durch die Gewässer geführt. Trotz Expeditionscharakter schläft man in modernen und komfortablen Kabinen, die in verschiedenen Kategorien gebucht werden können. Die Vollpension-Verpflegung liess keine Wünsche übrig. Sogar ein Grillplausch auf Deck gehörte zum kulinarischen Verwöhnprogramm. Da die Crew international war, bestand auch der Speiseplan aus einem Querschnitt durch verschiedene Landesküchen.

Spitzbergen M/V Hondius
Die M/V Hondius hat die perfekte Grösse für eine Expedition nach Spitzbergen. (Foto: Andrea Ullius)

Auf einer Spitzbergen-Expedition steht die Sicherheit an erster Stelle. Sowohl zu Wasser als auch zu Land können Gefahren lauern, die man als Laie sehr schnell unterschätzt. Allein das Einsteigen in die Zodiacs erfolgt nach klaren Anweisungen der Crew, die jederzeit befolgt werden müssen. Schnell rutscht man aus, verliert das Gleichgewicht oder lässt seinen Rucksack fallen. Unberechenbare Wellen und abrupte Manöver des Schlauchboot-Führers können unangenehme Folgen haben. Ein Bad im eiskalten Wasser stand jedenfalls nicht auf meiner To-do-Liste dieser Reise. Ein paar Wagemutige haben sich tatsächlich zwecks Abhärtung in das Nass des Polarmeeres gewagt, dies aber freiwillig und unter kontrollierten Bedingungen. 

Spitzbergen Zodiac
Klare Sitzordnung und Anweisungen sind auf dem Zodiac wichtig. (Foto: Andrea Ullius)

Bei Landausflügen bewegten wir uns immer in kleinen Gruppen mit zwei Expeditionsführern. Diese waren mit einem Gewehr bewaffnet. Keine Panik. Wir rechneten weder mit Piraten noch mit feindlich gesinnten Russen. Die Vorsichtsmassnahme ist dem König des Polareises geschuldet. Trotz bester Vorbereitung kann es zu unerwarteten Eisbären-Begegnungen kommen. Es ist deshalb schon fast lebenswichtig, dass man sich an die Anweisungen der Crew hält. Eisbären rennen und schwimmen schneller als der Mensch. Hält man sich nicht an die Vorgaben, dann wird man durchaus mit klaren Worten an die Regeln erinnert.

Spitzbergen Landgang
In kleinen und geführten Gruppen wird die Gegend erkundet. (Foto: Andrea Ullius)

Den Erfolg einer Expedition, wie die unsere, hängt meines Erachtens von zwei Faktoren ab. Die Gäste und die Expeditionscrew. Unsere bunt zusammengewürfelte Gruppe harmonierte bestens und die Stimmung war hervorragend. Dies war zweifellos auch der Verdienst unserer bestens ausgebildeten Guides. Speziell die fachliche Kompetenz der Crew beeindruckte. Während der Zodiac- und Landausflüge wurden wir mit wertvollen Informationen zu Flora und Fauna versorgt und abends folgen Fachvorträge zu verschiedenen Themen der Arktis. Auch die Gästebetreuung durch die Kontiki-Crew, angeführt von Andi Minder, war erstklassig. 

Spitzbergen Schiffsrestaurant
Gemütliches Restaurant auf der M/V Hondius

Besonders schön fand ich, dass sich die Crewmitglieder zum Essen unter die Gäste mischten. Es entstanden sehr spannenden und persönliche Gespräche über die Arbeit, die Natur und das Leben. Die Harmonie zwischen Crew und Gästen war wirklich erstklassig und damit sind alle eingeschlossen, die zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben. 

Eisbären, die Könige der Arktis

Eine Reise nach Spitzbergen ist eng mit dem Traum verbunden einen Eisbären in freier Natur zu sehen. Eduardo der Expeditionsleiter meint dazu: „Selten kommt es vor, dass wir auf einer Reise keine Eisbären sehen. Dann ist aber das Wehklagen gross.“. Auch für die Crew steht die weltweit grösste Bärenart ganz oben auf der Prioritätenliste. Vor jedem Landgang wird das Gebiet weiträumig beobachtet. Wird ein Polarbär gesichtet, muss Plan B her, denn dann ist Betreten des Landes streng verboten. So auch an unserem ersten Tag auf See. Zuerst unterbrach die Crew das obligatorische Sicherheitsbriefing, da ein erster Eisbär an Land gesichtet wurde und am Nachmittag musste ebenfalls Plan B her, da sich ein Eisbären-Dame auf einem Felsen unweit von Ny-Ålesund gemütlich eingerichtet hatte.

Spitzbergen Eisbär
Mamma Eisbär mit Baby Eisbär. Was für Emotionen! (Foto: Andrea Ullius)

In Windeseile enterten wir die Zodiacs und fuhren zum Felsen. Zu unserer Begeisterung schliefen dort nicht nur die Dame, sondern auf ihr auch ein kleines Baby. Ganz ehrlich, die meisten von uns wurden von diesem emotionalen Moment gepackt. Die Expedition war so gut, wie gerettet. 

Bei der Beobachtung von Eisbären hat die Sicherheit immer erste Priorität. Und meist ist dabei die Sicherheit der Bären gemeint. Der Umgang mit diesen geschützten Geschöpfen ist streng geregelt. Man muss mit dem Zodiac einen klar definierten Mindestabstand einhalten und sollten sich der Eisbär gestört fühlen, muss die Übung sofort abgebrochen werden. 2004 zählte man in der Barentssee ungefähr 2650 Tiere. Eine erneute Zählung 2015 scheiterte an der fehlenden Kooperation der russischen Behörden. Man kann aber davon ausgehen, dass die Anzahl leicht gestiegen ist. 

Spitzbergen Eisbär
Einfach schön diese Begegnung. (Foto: Andrea Ullius)

Wer sich nicht an die strengen Vorschriften hält bekommt Ärger mit dem Sysselman (siehe Wissen). Fehlverhalten kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass eine Rederei keine Bewilligung für Fahrten in den Gewässern von Spitzbergen mehr bekommt. Der Sysselman kann auch empfindliche Bussen verhängen.

Klingende Gletscher

Was wäre die Arktis ohne ihre imposanten Gletscher? Wir haben mehrere besucht und beobachtet. Besonders imponiert hat mir der Ausflug zum Monacogletscher. Er ist nach Albert von Monaco I. benannt und umfasst eine ungefähr vier Kilometer lange Gletscherfront. Es gibt zwei Dinge, die mich besonders fasziniert haben. Da waren einerseits die Schwärme von Dreizehenmöwen, die an den Übergängen von Gletscher und Land nach Futter suchten. Noch bewegender waren jedoch die Geräusche, die Gletscher und Eis von sich geben. Um diese zu hören, muss es ganz still sein. Dann verwandelt sich die Umgebung in eine Symphonie aus Ploppen, Knacken, Rauschen, Sprudeln und Knistern. Es ist, als ob, das Eis leben würde. Und das tut es ja auch in gewisser Weise. Sauerstoff wird freigesetzt, die Farbe des Eises wechselt von Weiss nach Blau, manchmal sogar Grün.

Spitzbergen Gletscher
Eindrückliche Gletscher. (Foto: Andrea Ullius)

Was mich ebenfalls überrascht hat ist, wie schwer die Distanzen einzuschätzen sind. Ich hatte das Gefühl, dass wir mit unserem Zodiac ziemlich nahe am Gletscher waren. Eine Messung ergab aber eine Distanz von 900 Metern. Das war auch gut, denn wir könnten direkt erleben, wie sich der sonst ruhige «Teppich» in ein sehr welliges Gewässer verwandeln kann, wenn nur wenig Gletscher abbricht und tosend ins Wasser fällt. Also ganz an den Gletscher fahren, um mit der Zunge am Eis zu lecken, liegt nicht drin. 

Spitzbergen Gletscher
Ein Stück Gletscher bricht ab. (Foto: Andrea Ullius)

Unterwegs im Packeis

Eine Expedition nach Spitzbergen ist eine höchst abwechslungsreiche Geschichte. Wenn das Wetter derart gut ist, wie auf meiner Reise, dann wechseln sich Landgänge und Zodiac-Touren in bunter Reihenfolge. Nur an einem Tag blieben wir an Bord. Eine Fahrt durch das Packeis war angesagt. Die Temperatur war unterdessen empfindlich gesunken und selbst an Deck waren Daunenjacke, Mütze und Handschuhe stete Begleiter. Unser Expeditionsschiff war mit sehr guten «Eisbrecherqualitäten» ausgestattet, so dass wir bestens durch das Packeis gleiten konnten. Wir schafften es auf unter 1000 Kilometer Distanz zum Nordpol. Das erreichen unseres nördlichsten Punktes wurde traditionsmässig und ausgiebig mit Glühwein gefeiert. 

Impressionen aus dem Packeis

Immer wieder bestaunte ich an Deck, wie die Eisplatten durchbrochen wurden und sich übereinander legten. Auf den Eisschollen entdecken wir Bartrobben. Eisbären konnten wir zur Abwechslung keine Sichten, obwohl sich diese sehr gerne auf den Eisplatten aufhalten, um auf Futterjagd zu gehen. Mindestens einer der Bären muss erfolgreich gejagt haben, denn wir sahen Blutspuren auf einer Eisscholle.

Vogelfelsen und Polarfuchs

Einer der schönsten und auch eindrücklichsten Orte auf unserer Reise in den Gewässern von Spitzbergen was das Alkefjellet. Zuerst sichteten wir einen Wasserfall, der sich auf unterschiedliche Art und Weise den Weg in die Tiefe suchte.

Spitzbergen Alkefjellet
Der tosende Wasserfall im Alkefjellet. (Foto: Andrea Ullius)

Nur ein paar hundert Meter weg herrschte ein unfassbares Gewusel, Gekreische und Geschnatter. Gegen 60’000!!! Dickschnabellummen, Dreizehenmöwen und Eismöwen nisteten in den zerklüfteten Felsen. Jeder noch so kleine Felsvorsprung wurde durch brütende Vögel besetzt. Dass es beim Kampf um den besten Nistplatz nicht immer zimperlich zu und her geht, konnten wir hautnah erleben, als zwei Streithähne minutenlang auf sich einhackten.

Spitzbergen Vögel
Jeder noch so kleine Felsvorsprung wird besetzt. (Foto: Andrea Ullius)
Spitzbergen Vögel
Streithähne unter sich. (Foto: Andrea Ullius)

Wir wollten uns schon auf den Rückweg machen, als Polarfuchsalarm ausgerufen wurde. Sofort bezogen wir Position und konnten tatsächlich zwei dieser flinken Gesellen ausfindig machen, die geschickt über die Steinblöcke und Schneefelder spazierten. Ich war natürlich begeistert, diese Füchse zu sehen. Weniger Freude dürften die Lummen und Möwen gehabt haben, denn die Polarfüchse waren auf Nahrungssuche und Vogeleier sind eine Delikatesse für sie. 

Spitzbergen Polarfuchs
Der listige Polarfuchs auf Nahrungssuche. (Foto: Andrea Ullius)

Die gemütlichen Zeitgenossen von Spitzbergen

Bei der Beobachtung von Eisbären, Polarfüchsen und Walen hat man meist nur wenige Minuten Zeit hat, bis sie wieder verschwunden sind. Es macht sich immer eine gewisse Hektik breit unter den Abenteurern, denn jeder will das Beste Bild aus der perfekten Position schiessen. Gemächlicher kann man es bei den Seehunden und Walrössern nehmen. Wenn jemand das «Chillen» erfunden hat, dann diese zwei Bewohner der Arktis.

Spitzbergen Walross
Kurzer Gruss vom Walross vor seinem nächsten Nickerchen. (Foto: Andrea Ullius)

Die Walrösser mit ihren massiven Eckzähnen machten den Eindruck, als könne sie nichts aus der Ruhe bringen. Ich finde diese Viecher faszinierend. Vielleicht, weil sie eine gewisse Ähnlichkeit mit mir haben? Klar hatten wir einen passenden Sicherheitsabstand gewahrt, aber dieser faule Haufen schien sich keinen Deut darum zu schweren, wer denn da in ihrem Territorium rumspazierte. Manchmal war ein tiefes Grunzen zu hören, aber sonst war Schlaf angesagt. 

Spitzbergen Walrösser
Wie schön doch schlafen ist. (Foto: Andrea Ullius)

Auch die Seehunde und Robben, welche wir am Strand, aber auch auf vielen kleinen Felsen und Inselchen im seichten Wasser entdeckten waren auf Siesta fokussiert. Gemütlich räkelten sie sich, manche tauchten kurz ab um nach Fischen zu suchen, um sich dann wieder in der Kleopatra Stellung zu erholen. Ganz ehrlich, diese beiden Spezies haben mir fast am meisten Freude gemacht. Wir konnten mit unseren Zodiacs richtig nahe ran und sie im Detail begutachten. 

Spitzbergen Seehunde
Wer hat den besten Stein zum Chillen gefunden? (Foto: Andrea Ullius)
Spitzbergen Seehunde
Gekonntes Posing. (Foto: Andrea Ullius)

Bewusst reisen

Eines ist mir auf dieser Reise nach Spitzbergen bewusst geworden. Es ist ein absolutes Privileg, dass ich diese Expedition erleben durfte. Es ist nicht vielen Menschen möglich an so einem Abenteuer teilzunehmen, denn die Reise ist nicht billig und die Kapazitäten in Bezug auf Anzahl Schiffe, die Spitzbergen befahren dürfen ist limitiert.

Spitzbergen Landschaft
Schützenswerte Landschaft Spitzbergen (Foto: Andrea Ullius)

Kommt hinzu, dass das ökologische Gleichgewicht sehr diffizil ist und bei falschem Verhalten des Menschen schnell ins Negative kippt. Die Klimaerwärmung wurde uns anhand der Natur jeden Tag aufgezeigt. Schmelzende Gletscher, schwindender Permafrost, die Änderung von Flora und Fauna, all dies kann dazu führen, dass die nächste Generation die Arktis nicht mehr so erleben kann, wie ich das durfte. Deshalb muss jede Reise mit einer gewissen Demut und Wertschätzung unternommen werden.

Spitzbergen Landschaft
Jeder Besuch von Spitzbergen muss so schonend und nachhaltig wie möglich erfolgen. (Foto: Andrea Ullius)

Nachhaltige Reisen bietet mein Partner Kontiki Reisen an. Dank viel Wissen und guten Kontakten können sie die besten, sichersten und nachhaltigsten Reisen dieser Art anbieten. Wer sich für eine Reise interessiert findet hier die Angebote für 2023.

Und dann noch ein wahres Highlight. Im Auftrag von Kontiki Reisen hat Emanuel Kolb einen sehr coolen Film über unsere Reise produziert. 

Wissen

Hier habe ich euch noch ein paar Informationen zu diversen Themen, die in Text oben vorkommen aufgelistet. Alles wie immer ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.

Unterschied zwischen einer Expedition und einer Kreuzfahrt?

Eine Expedition ist eine geplante Reise, die in der Regel in entlegene oder unbekannte Gebiete unternommen wird, um neues Wissen zu sammeln oder ein bestimmtes Gebiet (z.B. Spitzbergen) zu erreichen. Expeditionen können wissenschaftliche, kulturelle, sportliche oder andere Zwecke haben und erfordern oft grosse Vorbereitung und Logistik.

Eine Kreuzfahrt hingegen ist eine geplante Reise mit einem Passagierschiff, die hauptsächlich zur Erholung und Unterhaltung unternommen wird. Kreuzfahrten bieten den Passagieren die Möglichkeit, verschiedene Orte zu besuchen, während sie an Bord eines Luxusschiffs bleiben. Kreuzfahrten sind in der Regel weniger anspruchsvoll als Expeditionen und haben den Schwerpunkt auf Unterhaltung und Entspannung.

Im Allgemeinen ist eine Expedition eher auf das Erreichen eines bestimmten Zieles ausgerichtet und erfordert eine grössere Vorbereitung und Logistik als eine Kreuzfahrt, die hauptsächlich zu Freizeitzwecken unternommen wird. Beide Arten von Reisen können jedoch eine aufregende und lohnende Erfahrung sein.

Die Expedition ist wie Physiotherapie, eine Kreuzfahrt wie eine Massage 😉

Wer ist der Sysselman

Sysselmann ist der Titel eines norwegischen Beamten, der als Verwaltungschef der archaischen Gebietskörperschaft Svalbard fungiert. Der Sysselmann ist für die Verwaltung und Regierung von Svalbard verantwortlich und arbeitet eng mit der norwegischen Regierung zusammen.

Der Sysselmann hat die Befugnisse eines Polizeipräsidenten und ist für die Sicherheit und Ordnung auf Svalbard verantwortlich. Er oder sie ist für die Regulierung von Industrie, Handel und anderen wirtschaftlichen Aktivitäten auf der Insel zuständig.

Der Sysselmann wird von der norwegischen Regierung ernannt und amtet normalerweise für eine Amtszeit von vier Jahren. Die Stelle des Sysselmann ist wichtig für die Regierung von Svalbard und spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Entwicklung und des Wohlergehens der Gemeinschaft auf der Insel.

Die Dreizehenmöwe

Spitzbergen Dreizehnmöven

Die Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla) ist eine Vogelart, die zur Familie der Möwen gehört. Sie ist hauptsächlich in der Arktis und in subarktischen Gebieten verbreitet und kommt in Norwegen, Island, Grönland, Kanada und Russland vor. Die Dreizehenmöwe ist ein kleiner Möwenvogel, der etwa 40 cm gross wird und ein Gewicht von ungefähr 400g hat.

Die Dreizehenmöwe ist leicht an ihrem schwarzen Rücken, dem weissen Bauch und ihren braunen Flügeln zu erkennen. Sie hat einen charakteristischen schwarzen Schnabel mit einer roten Basis und drei Zehen, wie der Name andeutet. Die Dreizehenmöwe ernährt sich hauptsächlich von Meeresfrüchten wie Krabben und kleinen Fischen, die sie im Wasser oder am Strand findet.

Die Dreizehenmöwe ist eine gesellige Vogelart und bildet grosse Kolonien, in denen sie brütet und die Jungen aufzieht. Sie ist eine Zugvogelart und zieht im Herbst in wärmere Gebiete. Die Dreizehenmöwe ist in der Regel ungefährdet und hat eine breite Verbreitung, obwohl sie in manchen Gebieten durch menschliche Aktivitäten, wie den Fischfang, beeinträchtigt wird.

Das Packeis

Spitzbergen Packeis

Das Wort Packeis wird verwendet, um das Eis zu beschreiben, das sich in der Arktis und der Antarktis bildet und sich frei bewegt. Packeis entsteht, wenn sich das Meereseis verbreitert und sich von der Küste absetzt. Teilweise besteht das Packeis aus Eisbergen, die im Meer treiben und sich mit anderem Eis verbinden. Packeis ist in der Regel mehrere Meter dick und besteht aus gefrorenem Salzwasser.

Packeis bewegt sich relativ schnell und kann Schiffe und andere maritime Objekte blockieren oder beschädigen. Es ist daher wichtig, dass Schiffe sich von Packeis fernhalten oder speziell stabil gebaut sind, um Unfälle zu vermeiden. Packeis hat Auswirkungen auf das Klima , da es dazu beiträgt, die Menge an Sonnenlicht, welche auf die Erde trifft, zu verringern.

Packeis ist ein wichtiger Teil der arktischen und antarktischen Ökosysteme und ist Heimat vieler arktischer Tiere wie Eisbären, Walrossen und Robben. Es ist daher wichtig, das Packeis und die Lebensräume, die es schützt, zu schützen.

Das Alkefjellet

Spitzbergen Alkefjellet

Alkefjellet ist ein hoher Felsen an der Küste der Insel Spitzbergen im archaischen Archipel Svalbard. Der Felsen ist etwa 300 Meter hoch und besteht aus Kalkstein und Dolomit. Er ist vor allem bekannt für seine Vögel, insbesondere für die Brutkolonien von Dreizehenmöwen, die sich an seinen Steilwänden niederlassen.

Alkefjellet ist ein wichtiger Ort für die Vogelbeobachtung und wird von Touristen und Vogelforschern aus aller Welt besucht. Der Felsen ist ein wichtiger Bestandteil der arktischen Ökosysteme und Heimat für viele andere Tierarten wie Eisbären, Walrosse, Polarfüchse und Robben.

Alkefjellet ist Teil des Nordenskjöld Land Nationalparks, der größten Schutzzone von Svalbard. Der Felsen und seine Umgebung sind geschützt und es gibt strenge Regeln, die den Zugang und die Aktivitäten in der Region regeln. Trotzdem ist Alkefjellet ein beliebtes Ziel für Touristen und Abenteuerlustige, welche die Schönheit der arktischen Landschaft und die Tierwelt erkunden möchten.

Der Polarfuchs

Spitzbergen Polarfuchs

Der Polarfuchs (Vulpes lagopus) ist eine Fuchsart, die hauptsächlich in der Arktis verbreitet ist. Er ist der kleinste und leichteste Fuchs der Welt und hat ein charakteristisches weisses Fell (je nach Jahreszeit auch braun), das ihn vor dem Hintergrund der arktischen Landschaft gut tarnt.

Polarfüchse sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Mäusen, Vögeln und Eiern, die sie im Tundra-Ökosystem finden. Sie sind in der Lage sich von Aas und anderen Tieren zu ernähren, welche sie finden. Polarfüchse sind für ihre Fähigkeit bekannt, sich auf dem Eis und im Schnee fortzubewegen. Sie sind gute Schwimmer.

Polarfüchse sind vom Aussterben bedroht und stehen unter dem Schutz der Konvention zum internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES). Die Hauptbedrohungen für Polarfüchse sind der Klimawandel, der die Lebensräume der Tiere verändert, und der Verlust von Nahrungsquellen durch den Fischfang und andere menschliche Aktivitäten. Es ist wichtig, Massnahmen zu ergreifen, um Polarfüchse und ihre Lebensräume zu schützen damit diese wichtigen Tiere auch in Zukunft überleben können.

Der Eisbär

Spitzbergen Eisbären

Der Eisbär (Ursus maritimus) ist ein Raubtier, das hauptsächlich in der Arktis lebt und zu den grössten Säugetieren der Welt gehört. Eisbären sind für ihr weisses Fell bekannt (je nach Jahreszeit auch bräunlich), das ihnen bei der Tarnung hilft. Sie sind für ihre Fähigkeit bekannt, auf dem Eis zu wandern und im Wasser zu schwimmen.

Eisbären ernähren sich hauptsächlich von Robben und anderen Meereslebewesen, die sie auf dem Eis jagen. Sie sind jedoch Allesfresser und geniessen gelegentlich auch Pflanzen und Beeren. Eisbären sind in der Lage, lange Zeit ohne Nahrung auszukommen und ihre Körperfettreserven zu nutzen, um sich durch die arktischen Winter zu schleppen.

Auch Eisbären sind vom Aussterben bedroht und stehen unter dem Schutz der Konvention zum internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES). Die Bedrohungen sind identisch mit denen des Polarfuchses.

 

Meine Reise nach Spitzbergen wurde von Kontiki Reisen unterstützt.

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Autor des Artikels

Drogist HF, Autor und Blogger. Vom Norden begeistern, am Rest der Welt interessiert. Schreibt vorwiegend in und über Schweden, Skandinavien und die Schweiz. Nach 10 Jahren, Radio-, Fernseh- und Agenturerfahrung habe ich mich aufgemacht, alle Facetten des Reisebloggens und der Content-Produktion kennen zu lernen. Ich schreibe auf www.schwedenhapen.ch und www.ullala.ch.