Der Göta Kanal. Viele Leute sagen, dass dies der schönste Kanal der Welt ist. Seit ich mich für Schweden interessiere, will ich die Strecke von Stockholm nach Göteborg (oder umgekehrt) zurücklegen. 2016 hat es endlich geklappt und ich durfte Schwedens Blaues Band persönlich kennen lernen.

Die MS Juno. Unser Schiff für die Fahrt auf dem Göta Kanal. (Foto Andrea Ullius)
Die MS Juno. Unser Schiff für die Fahrt auf dem Göta Kanal. (Foto Andrea Ullius)

Wenn du dich für eine Reise auf dem Göta Kanal interessierst, dann kannst du die Reise entweder selber buchen, oder es bequem über ein Reisebüro machen. Die zweite Variante hat den grossen Vorteil, dass du dich nicht um die Flüge und das Hotel kümmern musst. Du brauchst nämlich beides. Die Reise auf dem Kanal beginnt am ersten Tag um 9 Uhr und dauert am vierten Tag bis 16 Uhr. Da wird es aus meiner Sicht zu hektisch, um noch am gleichen Tag an- oder abzureisen. Am besten planst du eine Woche für dieses Abenteuer.

Verschiedene Reiserouten abklären

Als nächstes muss du dir überlegen, wann und in welche Richtung du den Göta Kanal bereisen möchtest. Die Fahrt beginnt immer in Göteborg oder Stockholm. Die Reisedaten findest du auf der Webseite des Göta Kanals. Jetzt kannst du dir noch überlegen, ob du vier oder sechst Tage auf dem Schiff sein willst. Der Unterschied: bei sechs Tagen hast du mehr Zwischenhalte und ankerst über Nacht. Du kannst alles bequem online nachlesen. Ich habe mich für die viertägige Reise von Stockholm nach Göteborg entschieden, fliege also zuerst nach Stockholm und am Ende von Göteborg retour.

Weniger ist mehr auf dem Göta Kanal

Der Spruch „weniger ist mehr“ passt im Falle einer Reise auf dem Göta Kanal haargenau. Du wirst auf einem Damper mit engen Platzverhältnissen unterwegs sein. Die Kojen sind klein, ähnlich wie bei einem Schlafwagen. Dein Koffer „Format Einfamilien-Haus“ hat da keinen Platz. Nimm also nur „Handgepäck“ mit. Schau mal die folgenden Fotos an. Du kannst dir da einen kleinen Eindruck verschaffen.

Blick in die kleine Kabine (Foto Andrea Ullius)
Blick in die kleine Kabine (Foto Andrea Ullius)
Blick in die kleine Kabine (Foto Andrea Ullius)
Blick in die kleine Kabine (Foto Andrea Ullius)
Blick in die kleine Kabine (Foto Andrea Ullius)
Blick in die kleine Kabine (Foto Andrea Ullius)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir waren beim Gepäck. Nebst dem üblichen Kram, wie Toilettenartikel, Unterwäsche, Handy und den üblichen Verdächtigen, brauchst die richtige Kleidung. Auch in den Monaten Juni bis August kann es bei schlechtem Wetter und speziell am Abend oder frühen Morgen kühl und windig sein. Ich nehme deshalb einen warmen Pullover (oder Hoodie) und eine wetterfeste Outdoor-Jacke mit.

Göta Kanal
Meine Outdoor-Jacke von Haglöfs: Rocker Jacket men, Real red (Foto: haglofs.com)

Neben einigen T-Shirts haben ich zudem eine dünne Regenjacke dabei. Es kann durchaus sein, dass es warm ist und trotzdem regnet. Zum Essen darf es etwas eleganter sein. Nimm also ein Hemd/Bluse mit, damit du dich im gediegenen Ambiente des Speisesaals wohl fühlst.

Weiter ins Gepäck gehören ein paar bequeme Schuhe und ein weiteres Paar, mit denen du im Gelände bei den Ausflügen gut zu Fuss bist. Bei den Hosen reichen Jeans, ideal in den Varianten lang und kurz. Die Badehose nehme ich nicht mit, obwohl man theoretisch auch baden kann unterwegs. Falsch ist es aber sicher nicht

Jetzt noch ein oder zwei Bücher in den Koffer, den Fotoapparat und die Sonnencreme nicht vergessen. Denk auch an Ladekabel für deine Geräte, falls du welche mitnimmst. Jetzt bis du parat für die Reise auf dem Göta Kanal.

Online und via App bestens informiert

Rund um den Göta Kanal gibt es viele Geschichten und Informationen. Allein zu wissen, an welchen Orten und Sehenswürdigkeiten man auf einer Kanalfahrt vorbei kommt, ist höchst spannend. Damit du hier jeder Zeit auf dem Laufenden bist, gibt es nebst der Webseite zum Göta Kanal auch eine App für iPhone und Android-Geräte. Mit dieser App kannst du dir z.B. die genauen Standorte der Passagierschiffe anzeigen lassen. Du weisst also immer, wo du gerade bist.

An Bord und los geht’s

Der Göta Kanal ist eine der Hauptattraktionen in Schweden und zieht entsprechend auch viele Touristen an, die Schweden auf dem Blauen Band durchqueren wollen. Dabei sind Deutsche Reisende eine wichtige Zielgruppe. Auch auf meiner Fahrt auf der MS Juno spricht man Deutsch. Von den 24 Reisenden sind 16 Deutsche, 4 Schweizer, 2 Australier und 2 Schweden mit dabei.

Göta Kanal
Ab 08:00 Uhr kann man am Skeppsbrokajen auf die MS Juno einchecken. (Foto Andrea Ullius)

Um es nochmals zu erwähnen: Meine Reise geht von Stockholm nach Göteborg. Wenn deine Reise in Göteborg startet, dann geht das ganze natürlich umgekehrt.

Kabinenbezug, einrichten und das Schiff erkunden

Die äusserst zuvorkommende Besatzung hilft beim Koffertransport und beim Bezug der Kabinen. Die Schlafgemächer sind wirklich sehr klein. Nebst dem schmalen Kajütenbett hat es einen kleinen Waschtisch mit Unterschrank und ein paar Haken für die Jacken. Wer meinem Rat „wenig Gepäck“ gefolgt ist, hat nun gewonnen. Leichtes Gepäck lässt sich unter der dem „Bett“ verstauen, sonst muss der Koffer in den Untergrund über eine steile Treppe. Ich habe dich ja vorgewarnt.

Mit einer Fika startet das Abenteuer

Wenn du dich dann in der kleine Zelle eingerichtet hast, gibt es einen erste Kaffee im schönen Speisesalon. Hier werden alle Mahlzeiten serviert. Nebst dem Speisesaal hat es noch einen weiteren Salon zum Lesen und relaxen. Auf dem Oberdeck ist die Sonnenterrasse mit einer Bar und gemütlichen Sitzgelegenheiten.

Göta Kanal
Der Gediegene Speisesaal (Foto: Andrea Ullius)
Göta Kanal
So sieht der Spesesaal seit vielen Jahren aus (Foto: Andrea Ullius)

Pünktlich um 9 Uhr sticht die MS Juno in See oder besser gesagt in Richtung des Mälarsees. Schon kurz nach dem Start kannst du ein erstes Mal „Schleusenluft“ schnuppern. Gut, die Höhendifferenz von der Ostsee zum Mälarsee ist nur ca. 30 cm, aber auch diese muss überwunden werden.

Schloss Drottningholm der erste Höhepunkt

Erster Höhepunkt auf dem Mälaren ist die Vorbeifahrt an Schloss Drottningholm. Seit 1981 Wohnt hier die Königsfamile. Wenn die schwedische Fahne auf dem Schloss weht, dann ist Carl XVI Gustaf zu hause. Auch heute war das so. Der König musste sich wahrscheinlich von der Taufe des jüngsten Nachwuchses im Haus Bernadotte erholen.

Nach einer Wende vor Schloss Drottningholm geht es weiter auf dem Mälarsee Richtung Södertälje. Hier muss wieder eine Schleuse passiert werden, um zurück in die Ostsee zu gelangen. Mit 135 Länge ist diese Schleuse die längste von Schweden. Zurück in der Ostsee, durchfährt man Sörmlands Schärengarten und steuert Richtung Trosa.

Trosa: Schweden aus dem Bilderbuch

Bei Trosa dem wunderschönen Städtchen an der Ostküste wird ein erster Halt eingelegt. Trosa ist bereits im 14. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt und war damals ein kleiner Fischerort. Als ab 1860 regelmässig Dampfschiffe Sommergäste aus Stockholm brachten, bekam die Stadt ein neues Gesicht. Der malerische Ort wird oft auch als Schauplatz bei den Inga Lindström Verfilmungen genutzt.

Beim Halt in Trosa empfehle ich einen Spaziergang durch die alten Gassen der Stadt zu unternehmen. An Bord bekommst du einen Stadtplan, damit du dich zurecht findest. Den Durstigen und Hungrigen unter euch empfehle ich bei Bomans in der Nähe des Hafens ein hausgemachtes Eis zu kaufen oder ein Gläschen Wein im Tosa Stadshotell & Spa zu geniessen.

Trosa: Trosa Stadshotell & Spa

Etwas Geschichte schadet nie

Bevor ich euch über meine Erkenntnisse der ersten Nacht berichte, etwas Geschichte zum Göta Kanal. Ich bin ja sonst nicht so der Professor, aber hier sollte man schon einige Grundlagen mit auf den Weg nehmen.

Die ganze Strecke von Stockholm nach Göteborg ist eine 390 Kilometer lange Wasserstrasse, die nicht nur aus dem Götakanal besteht. Gestartet wird ja an der Ostsee und anschliessend wird der Mälarsee durchfahren. Der eigentliche Göta Kanal führt von Mem nach Sjötorp, ist 190.5 Kilometer lang und durchquert die Seen Asplången, Roxen, Boren, Vättern und Viken. In Richtung Göteborg sind wir dann noch auf dem Trollhätte-Kanal (Trollhättan) und dem Göta älv gegondelt.

Auf dem Kanal haben wir 58 Schleusen, 50 Brücken, zwei Trogbrücken und die erwähnten Seen überwunden. Auf dem Göta Kanal dürfen Schiffe bis zu 30 Meter Länge und 7 Meter Breite fahren. Wichtig ist dass die Höhe von 22 Meter und der Tiefgang von 2.82 Meter nicht übertroffen wird. Sonst passt das Ding nicht durch den Kanal.

Auch Seen werden auf dem Göta Kanal durchquert. (Foto Andre Ullius)
Auch Seen werden auf dem Göta Kanal durchquert. (Foto Andre Ullius)

Eröffnung am 26. September 1832

Am 11. April 1810 erhielt die Göta-Kanalgesellschaft unter der Leitung von Baltzar von Platen die Erlaubnis den Kanal zu bauen. Zügig wurde das Projekt in Angriff genommen. In den 22 Jahren seiner Erstellung arbeiteten insgesamt 58’000 Menschen daran, eine Strecke von 87 Kilometern von Hand zu graben. Mehr als Schaufel und Spaten hatte man da ja noch nicht zur Verfügung. Am 26. September 1832 wurde das Monument eröffnet. Im 19. Jahrhundert hatte der Göta Kanal somit eine bedeutende Stellung im Transport der Waren von Osten nach Westen. Im 20. Jahrhundert allerdings verlor der Kanal an Bedeutung. Eisenbahn und Lastwagen liefen ihm den Rang ab. Heute ist der Göta Kanal eine der wichtigsten Touristenattraktionen in Schweden.

So war’s mit Schlafen

In Bezug auf die Platzverhältnisse auf der MS Juno habe ich mich ja schon geäussert. Wie sich das auf die Nachtruhe auswirkt, musste ich jedoch zuerst mittels „in vivo Versuch“ ermitteln. Sagen wir es mal so. Mit nordisch Schlafen im Boxspring-Bett lässt es sich nicht vergleichen. Es gibt Gemütlicheres und Entspannenderes, als in so einem Minibett zu nächtigen. Aber so ist das Leben auf dem Schiff. Da die MS Juno in der Nacht ihres Weges tuckerte, waren Motorengeräusche zu hören und Wellengang zu spüren. Lustigerweise gewöhnt man sich aber schnell daran und so erwachte ich nur per Zufall um 5 Uhr, als die MS Juno Söderköping passierte.

Göta Kanal
Boxenstopp in Söderköping (Foto: Andrea Ullius)

Start des Göta Kanals in Mem

Der eigentliche Göta Kanal beginnt in Mem. Hier wurde der Kanal 1832 von König Karl XIV Johan feierlich eingeweiht. In Mem passiert man auch die erste von insgesamt 58 Schleusen. Nach Mem folgt die Schleuse bei Söderköping. Hier wird auch aufgetankt, der Toilettentank geleert und Abfall entsorgt. Zeit für mich auf dem Oberdeck dem Treiben mit einem ersten Kaffe zuzuschauen. Söderköping hat eine lange und interessante Geschichte als Kurort.

Zischen zirka 6:00 und 7:00 Uhr passiert man auf einer Strecke von rund zwei Kilometern zwischen Duvkullen, Mariehov und Carlsborg acht Schleusen. Das ist die beste Gelegenheit um von Bord zu gehen, um sich etwas Bewegung zu gönnen. Dabei gilt es immer den Zeitplan im Auge zu behalten, damit das Frühstück nicht verpasst wird. Bei schönem Wetter kann man das wunderbar auf dem Oberdeck geniessen.

Gemütlich auf dem Oberdeck sitzend, wird mir auch klar, weshalb der Göta Kanal auch das Blaue Band genannt wird. Der Kanal schlängelt sich an Feldern, Bauernhöfen, Wäldern und Wiesen vorbei. Das Tempo ist gemächlich und wer bis jetzt noch nicht begriffen hat, was mit „entschleunigt“ gemeint ist, der ist jetzt im Bilde. Hier ist es einfach friedlich.

Eine Treppe, wie ein Lift

Gemütlich tuckert die MS Juno ihres Weges, die Passagiere an Deck trinken Kaffee, lesen oder staunen über all die Dinge, die an uns vorbeiziehen. Man durchquert den See Asplången und Roxen und kreuzt die Eisenbahnlinie Stockholm – Malmö.

Plötzlich heisst es: „Sie können jetzt aussteigen und sich die Beine vertreten. Wir müssen Treppen steigen.“ Wir sind in Berg angekommen und einer der Höhepunkte steht bevor. Diese Schleusentreppe ist mit ihren sieben miteinander verbundenen Schleusen die längste des Kanals.

In Berg steigt die MS Juno förmlich den Bern hinauf. Über sieben Schleusen, die unmittelbar hintereinander erbaut wurden, erklimmt unser Schiff 18,5 Meter in kurzer Distanz. Nach dieser Treppenfahrt folgen noch weitere acht Schleusen. Dieser Teil der Reise nimmt viel Zeit in Anspruch. Unsere Matrosen müssen das Schiff an jeder Schleuse festmachen, steigen lassen, losmachen, fünfzig Meter fahren, festmachen … in 4 Stunden legen wir nicht mehr als schätzungsweise 15 Kilometer zurück.

Schleusenarbeit ist Präzisionsarbeit

Das Handling der MS Juno in einer Schleuse erfordert Präzisionsarbeit. Auf den Seiten bleiben nur Zentimeter Platz um das Schiff zu „parkieren“. Unser Kapitän hat das routiniert und elegant gemacht.

Auf der Weiterfahrt nach Motala, unserer Station für die Nacht, überqueren wir auch zweimal die Strasse mittels Aquädukt. Da fährt man mit dem Schiff über die Strasse und nicht unten durch. Vom Schiff aus sieht das nicht so spektakulär aus. Ist man aber auf der Strasse, dann ist das sicher noch lustig, wenn man über sich ein Schiff vorbeifahren sieht.

Göta Kanal
Hier fährt die MS Juno über ein Aquädukt (Foto: Andrea Ullius)

Motala, die Hauptstadt des Göta Kanals

Ohne Zwischenfälle haben wir dann Motala erreicht und sicher geankert. Motala wurde ebenfalls von Baltzar von Platen konzipiert und wird auch „Hauptstadt des Göta Kanals“ genannt. 1822 legte er hier Motala Werkstad an, das bei vielen als die Wiege der schwedischen Industrie galt. Hier befindet sich auch der Hauptsitz der Firma AB Göta Kanalbolag, die für den Betrieb und Unterhalt des Kanals verantwortlich ist. Wer Lust hat, kann gemütlich zum Grab von Baltzar von Platen spazieren oder an Deck noch ein Bierchen nehmen. Die Nacht war dann ruhig, kein Motorenlärm und kein Schaukeln. Dafür war es sauheiss in der Kabine. Der Fahrtwind fehlte.

Nächster Halt Karlsborg

Bereits am Morgen früh mache sich die MS Juno auf den Weg, den Vättersee zu durchqueren. Der Vättern ist der zweitgrösste See in Schweden und gemäss Kapitän soll es hier oft ziemlich Wind und Wellen haben. Davon haben wir jedoch nichts bemerkt und sind wohlbehalten in Karlsborg angekommen. Interessierte Passagiere können hier die Festung Karlsborg besuchen und an einer interessanten Führung teilnehmen. Auch die hübsche Garnisonskirche wird dabei besucht.

In Karlsborg ist nicht nur die Festung sehenswert. (Foto Andrea Ullius)
In Karlsborg ist nicht nur die Festung sehenswert. (Foto Andrea Ullius)

Vorbei an weiteren Zeitzeugen

Nach dem Stopp in Karlsborg geht es weiter in gemütlichem Tempo. In Forsberg befindet sich die älteste Scheuse des Kanals aus dem Jahr 1813. Die imposante Eisenbrücke stammt ebenfalls aus demselben Jahr. Oft wird man hier durch die Familie Kindbom mit Blumen und Gesang empfangen. Auch bei uns war das so. Eine sehr nette Geste.

Jetzt folgen die beiden engsten Passagen des Kanals. Sie sind von Bäumen gesäumt, und in der Umgebung liegen kleine mit Teichrosen bewachsene Seen. Diese schmalen Passagen enden im See Viken. Die Sage behauptet, dass dieser See verwunschen ist. Ob das stimmt oder nicht konnte ich in der kurzen Zeit nicht herausfinden. Jedoch weiss ich, dass Viken als Wasserspeicher für den Westteil des Göta Kanals dient.

Und nun das Ganze retour

Nachdem wir bis jetzt Treppe um Treppe gestiegen sind, müssen wir die ganze Schleusenprozedur rückwärts gestalten. Vom höchsten Punkt der Reise bei der Schleuse Tåtorp beim See Viken geht es runter auf Meereshöhe. Das vollzieht sich natürlich sehr gemütlich über den Bergkanal nach Töreboda und weiter nach Sjötorp.

In Sjötorp ist der eigentliche Göta Kanal zu Ende. Wobei er eigentlich hier beginnt, denn an diesem Punkt wurde mit Bauen begonnen. Im Kanalmuseum kann man sich über den Bau dieses Wunderwerks informieren und Kaffee trinken. Über die letzten Schleusen des Göta Kanals gelangt man in den Vänersee, dem dritt grössten See Europas und dem grössten Schwedens.

In Sjötorp endet der eigentliche Götakanal. (Foto Andre Ullius)
In Sjötorp endet der eigentliche Götakanal. (Foto Andre Ullius)

Schleusenwunderwerke in Trollhättan

Nachdem man den Vänersee durchquert hat, lauert in Trollhättan der letzte Höhepunkt der Reise von Stockholm nach Göteborg. Es gibt hier drei parallele Schleusenbecken, die in unterschiedlichen Jahren gebaut wurden. Leider ist nur noch die grösste der drei (1916 erbaut) in Betrieb. Die vier Schleusen, die wir hier passieren, sind die grössten auf unserer Reise. Eindrücklich sage ich euch. Übrigens ist man jetzt im Trollhättan Kanal.

Göteborg! Endstation! Alle aussteigen!

Auf dem Göta älv tuckern wir nun in einem recht breiten Kanal, vergleichbar mit dem Rhein, Richtung Göteborg. Es bleibt also genügend Zeit um zu packen, die horrende Weinrechnung zu bezahlen und sich von den Mitreisenden zu verabschieden. Pünktlich um 16 Uhr erreichen wir die Anlegestelle am Packhuskajen. Die ganze Crew hilft beim Ausladen und macht dann die MS Juno ready für die Rückreise nach Stockholm.

Die Crew der MS Juno verabschiedet sich. (Foto Andrea Ullius)
Die Crew der MS Juno verabschiedet sich. (Foto Andrea Ullius)

Eine tolle Reise und ein unvergleichbares Abenteuer gehen zu Ende. Es war sehr interessant zu erleben, wie schnell sich alle Passagiere an die doch engen Platzverhältnisse gewöhnt haben. Entspannt, und ziemlich entschleunigt geniesse ich jetzt noch die Stadt Göteborg. Was es hier so zu sehen gibt, könnt ihr auf meiner Webseite unter der Kategorie Göteborg nachlesen.

Text: Andrea Ullius
Quellen: www.gotakanal.se / Wikipedia
Fotos: Andrea Ullius

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