Uppsala liegt 70 Kilometer nördlich von Stockholm. Ich bin 2025 und 2026 hingefahren, um im Rahmen der Uppsala International Summer School (UISS) mein Schwedisch zu verbessern. Dieser Artikel ist während dieser Zeit aus der Perspektive eines vorübergehenden Bewohners entstanden, der Uppsala nicht als Tourist erlebt hat. Die Uppsala Sehenswürdigkeiten sind der höchste Dom Nordeuropas, die älteste Universität Skandinaviens, Königsgräber aus dem 5. und 6. Jahrhundert und eine Zimtschnecke, die für sich allein den Besuch rechtfertigt. In meinem Artikel erfährst du, was Uppsala ausmacht und warum die Stadt mehr als nur einen Tagesausflug wert ist.

Ich hatte mich für die Uppsala International Summer School angemeldet, kurz UISS, ein unabhängiges Schwedisch-Sommerprogramm in Uppsala. (⇢ https://uiss.org) Zwei Sommer lang, 2025 und 2026, bin ich für je drei Wochen in diese Stadt gezogen, habe morgens Schwedisch gelernt und nachmittags, sowie am Wochenende die Stadt erkundet und die Uppsala Sehenswürdigkeiten entdeckt. Was als Sprachkurs begann, wurde zu einem der bereicherndsten Reiseerlebnisse, meiner «Schwedenkarriere». Denn Uppsala ist eine Stadt, die man nicht an einem Tag versteht. Wer nur auf Durchreise ist, sieht den Dom, geht durch die Altstadt und denkt: nett. Wer bleibt, sieht mehr. Ich habe mehr gesehen.

Uppsala ist mit rund 175.000 Einwohnern in der Kernstadt Schwedens viertgrösste Stadt. Die Gemeinde als solches hat mittlerweile fast 250.000 Einwohner. Rund 50.000 Studierende aus aller Welt geben der Stadt das Flair einer lebendigen Universitätsstadt. Was die Stadt jedoch wirklich ausmacht, ist die Art, wie hier Geschichte und Gegenwart aufeinanderprallen, ohne dass sich jemand besonders dafür anstrengen müsste. Die Anreise nach Uppsala ist denkbar einfach: Stündlich fahren Züge ab der Centralstation in Stockholm, die Fahrtzeit beträgt rund 35 bis 38 Minuten. Vom Flughafen Arlanda aus ist man sogar in nur 18 bis 20 Minuten in der Stadt. Wer nach Stockholm fliegt, aber Uppsala auslässt, verpasst das Beste der Region und speziell die Uppsala Sehenswürdigkeiten.
Uppsalas Sehenswürdigkeiten beginnen am Bahnhof
Der Zentralbahnhof ist ein elegantes Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert. Davor steht Näckens Polska, eine Skulptur, die einen nackten Geigenspieler auf einem Stein im Wasser zeigt. Kein Erklärungsschild. Kein Tourismusbüro mit Flyern daneben. Uppsala präsentiert sich, wie es ist: unaufgeregt, selbstverständlich und irgendwie bescheiden.
Man überquert den flachen und von Grün gesäumten Fluss Fyrisån, auf dem Kajakfahrer unterwegs sind, und dann passiert es: Die Türme des Doms ragen aus der Stadtsilhouette empor, als hätten sie schon immer dort gestanden. Was sie übrigens haben. Seit 1270 wird an ihm gebaut, 1435 wurde die Kathedrale geweiht. Fast 600 Jahre roter Backstein und gotischer Himmelsdrang. Als ich das erste Mal davorstand, war das Staunen ungefilterter als erwartet.
Zunächst zeigt sich Uppsala von seiner ruhigen Seite: Studenten auf Fahrrädern, Cafés, aus denen es nach Zimt duftet, Plätze und Parks. Wer sich aber die Zeit nimmt, und ich empfehle dir dringend, dir diese Zeit zu nehmen, entdeckt darunter eine Stadt, die wie ein gut geführtes Archiv aussieht: aussen unauffällig, innen erschütternd dicht.
Tipp für die Ankunft: Vom Bahnhof bis zum Dom sind es knapp 15 Minuten zu Fuss. Das Zentrum ist kompakt, fussläufig und kinderwagentauglich. Ein Mietvelo lohnt sich für alles ausserhalb des Stadtkerns.
Der Dom: 118,7 Meter Ehrfurcht
Mit 118,7 Metern ist die Uppsala Domkyrka die höchste Kirche der nordischen Länder und übertrifft alles, was Dänemark, Norwegen, Finnland, Island oder Schweden sonst zu bieten haben. Sie wurde im Stil der nordfranzösischen Hochgotik entworfen. Im Jahr 1287 wurde der Pariser Baumeister Étienne de Bonneuil vertraglich verpflichtet, nach Uppsala zu kommen und die Bauleitung zu übernehmen. Das Hauptschiff entstand hauptsächlich zwischen 1272 und 1420. Die markanten Westtürme in ihrer heutigen Form sind das Werk des Architekten Helgo Zettervall, der zwischen 1885 und 1893 eine umfassende Renovierung leitete. Für seine Überformung des ursprünglichen baltisch-gotischen Charakters wurde er noch zu Lebzeiten von Fachkollegen heftig kritisiert. So ist das mit Renovierungen. Die heutigen Denkmalpfleger hätten wahre Panikattacken bekommen.

Das Innere der Kirche beeindruckt mit einer Deckenhöhe von 27 Metern, mittelalterlichen Fresken, gotischen Gewölben und farbigen Glasfenstern. In den Seitenkapellen ruhen einige der bedeutendsten Persönlichkeiten Schwedens nebeneinander: König Gustav Vasa in der grössten Kapelle, der Botaniker Carl von Linné, der Mystiker Emanuel Swedenborg und der Friedensnobelpreisträger Nathan Söderblom. Ein Dom, in dem Macht und Neugier am Ende unter dieselbe Decke passen. Ich habe dort oft gesessen, einfach so, ohne Plan. Niemand schickt einen weg.

Dom-Öffnungszeiten 2026: täglich 8 bis 18 Uhr (Ausnahme: 30. April und 19. Juni nur 8 bis 12 Uhr). Eintritt frei. Schatzmuseum im Nordturm: ca. SEK 60 pro Erwachsener, SEK 30 ermässigt. Sonntagsführungen kostenlos.
⇢ https://www.svenskakyrkan.se/uppsaladomkyrka
Die Universität: 1477 gegründet, einmal eingeschläfert, seither wach
Direkt gegenüber dem Dom befindet sich das Hauptgebäude der 1477 durch Erzbischof Jakob Ulfsson mit Genehmigung von Papst Sixtus IV. gegründeten Universität Uppsala, der ältesten Hochschule Nordeuropas. Mit einer Fussnote, die kein Marketingtext je freiwillig erwähnen würde: 1515 stellte die Universität ihren Betrieb nach dem Weggang des Gründungserzbischofs und inmitten der Reformationswirren ein. Fast 80 Jahre lang schlummerte sie. Erst 1593, als die schwedische Kirche beim Uppsalamöte endgültig mit Rom brach, wurde sie als lutherische Einrichtung neu eröffnet.

Seitdem läuft der Betrieb ununterbrochen. 16 Nobelpreisträger zählen zu den Absolventen, acht davon erhielten den Preis für in Uppsala geleistete Arbeit. Zu ihnen gehören der Chemiker Svante Arrhenius (1903), der Biochemiker Arne Tiselius (1948), der UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld (Friedenspreis, 1961) sowie der Genetiker Svante Pääbo, der 2022 für die Entschlüsselung des Neandertaler-Genoms ausgezeichnet wurde und in Uppsala promoviert hat.
Anders Celsius lehrte hier, gründete 1741 das Uppsalaer Observatorium und gab der Welt eine Temperaturskala. Die Einheiten Ångström, Svedberg und Siegbahn sind alle nach Uppsalaer Wissenschaftlern benannt. Uppsala ist vermutlich der einzige Ort der Welt, an dem mehrere internationale Masseinheiten nach Einwohnern derselben Stadt benannt sind. ⇢ https://www.uu.se/en
"Twain hätte wahrscheinlich angemerkt: Wer so viele Einheiten nach sich benennen lässt, hat entweder sehr viel gemessen, oder sehr viel Glück mit den Biographen gehabt."
Das Gustavianum
Das Gustavianum ist das älteste erhaltene Universitätsgebäude aus dem 17. Jahrhundert und meiner Meinung nach der am meisten unterschätzte Ort in Uppsala. Im Inneren befindet sich das Anatomische Theater, ein runder, sich nach oben verjüngender Raum. Hier wohnten Medizinstudenten bei Kerzenlicht Obduktionen bei, zusammen mit zahlenden Schaulustigen aus der Stadtbevölkerung. Das Skelett im Mittelpunkt erinnert daran, dass Wissenschaft schon immer ein Spektakel war.

Im Haus befindet sich auch die Augsburger Kunstkammer von 1632, eine fürstliche Wunderkammer mit Korallen, astronomischen Instrumenten und Elfenbeinobjekten aus aller Welt. Bis zum 19. September 2026 läuft eine Sonderausstellung über den schwedischen Tiermaler Bruno Liljefors.
Gustavianum: ca. SEK 120 pro Erwachsener, Kinder unter 18 kostenlos. Di bis So, 10 bis 16 Uhr. Liljefors-Ausstellung: 13. Juni bis 19. September 2026. ⇢ https://www.uu.se/en/gustavianum
Die Silberbibel in der Universitätsbibliothek
In der Universitätsbibliothek Carolina Rediviva liegt die Silberbibel, der Codex Argenteus. Sie wurde im 6. Jahrhundert in gotischer Sprache auf violettem Pergament mit Silber- und Goldtinte geschrieben. Der Codex ist im UNESCO-Weltdokumentenerbe eingetragen. Sie wurde als Kriegsbeute im Dreissigjährigen Krieg aus Prag nach Schweden gebracht und der Universität im Jahr 1669 geschenkt. Sie ist fast anderthalb Jahrtausende alt und kann mit eigenen Augen gesehen werden. Das ist ein Moment, der bleibt.
⇢ https://www.uu.se/en/library/visit-and-contact/exhibitions/codex-argenteus/the-history-of-codex-argenteus

Uppsala Sehenswürdigkeiten: Das Schloss
Das rosafarbene Uppsala Slott thront ohne übermässige Zurückhaltung auf einem Hügel über der Stadt. Es wurde im 16. Jahrhundert von Gustav Vasa errichtet, mehrfach durch Feuer beschädigt und nie vollständig restauriert. In Uppsala nennt man das historischen Charakter. Heute beherbergt das Schloss das Uppsala Konstmuseum und das Vasaborgen-Museum. Letzteres zeigt in den Grundmauern des Renaissance-Schlosses die turbulente Königsgeschichte Schwedens. Die aktuellen Ausstellungen sind auf der Webseite des Schlosses zu finden. ⇢ https://www.visituppsalaslott.se

Der Schlossgarten bietet den schönsten Panoramablick auf den Dom und die Stadt. Besonders am Abend, wenn das rote Backsteindach der Kathedrale im letzten Licht steht, ist dies ein unvergesslicher Anblick.
Gamla Uppsala: Die Königsgräber
Gamla Uppsala liegt etwa vier bis fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums und ist per Bus oder Fahrrad gut erreichbar. Ich hatte keine grossen Erwartungen. Doch als ich zwischen den Hügeln stand, verstand ich sofort, warum dieser Ort seit anderthalb Jahrtausenden eine Wirkung auf Menschen hat.

Drei riesige Grabhügel aus dem 5. und 6. Jahrhundert erheben sich aus der flachen Landschaft. Nach der Volksüberlieferung galten sie als Ruhestätte der Götter Thor, Odin und Freyr. Die Archäologie ist nüchterner, aber nicht weniger beeindruckend: Die Hügel sind Königsgräber des Hauses Ynglinge, der ältesten bekannten Herrscherdynastie der Svear. Im 1874 ausgegrabenen Westhügel fand man einen in Goldfäden gekleideten Mann mit einem fränkischen Schwert, Elfenbein-Spielsteinen und Kameen aus dem Nahen Osten. Die Menschen von Uppland unterhielten im 6. Jahrhundert also Fernhandelskontakte über Kontinente hinweg.

Der mittlere Hügel wurde bis heute nicht vollständig ausgegraben. Vielleicht liegt dort noch eine Entdeckung, die die Geschichtsbücher neu schreiben würde. Ich finde dieses offene Ende schöner als eine gesicherte Antwort.
Adam von Bremen beschrieb diesen Ort im 11. Jahrhundert als einen heidnischen Tempel von sagenhafter Pracht, obwohl er den Ort selbst nie besucht hatte. Dies störte die Chronisten damals offenbar nicht. Unter der heutigen mittelalterlichen Steinkirche fanden Archäologen tatsächlich Holzkonstruktionen. Was diese waren, ist bis heute unklar.
Das Gamla Uppsala Museum gleich nebenan ist kompakt und gut gemacht: echte Funde, interaktive Ausstellungen und eine VR-Station, mit der man das Uppsala des 7. Jahrhunderts erkunden kann. Direkt daneben befindet sich das Odinsborg-Restaurant, ein Holzgebäude im nordischen Stil, das Suppen, Brot und Met serviert. Ich habe dort eine Hühnersuppe gegessen und war glücklich. In Sichtweite der ältesten Nationalsymbole Schwedens zu Mittag zu essen, ist eine seltene Erfahrung.

Die Wege rund um die Königsgräber sind für Familien mit Kindern aller Altersgruppen geeignet. Kinder reagieren auf diesen Ort mit einer Ernsthaftigkeit, die man selten erlebt. Ob das Besteigen der Hügel erlaubt ist, hängt von der aktuellen Regelung des Kulturdenkmals ab. Bitte vor Ort nachfragen. ⇢ https://www.upplandsmuseet.se/gamla-uppsala-museum/
Carl von Linné, eine Hassliebe
Zwar hatte ich während meiner Ausbildung viele Stunden Botanik. Was musste wir die ganze Systematik aussendiglernen und Blütendiagramme zeichnen. Trotzdem bin ich kein Botaniker. Mir reicht es, wenn ich weiss: Das ist Rosmarin. Aber Carl von Linné hat mich trotzdem erwischt.

Er war der Mann, der das Chaos der Natur in ein System brachte: die binomische Nomenklatur, mit der wir bis heute alle Lebewesen benennen. Er benannte in seinem Leben mehr als 12.000 Tier- und Pflanzenarten und schuf das Ordnungssystem, nach dem die Biologie noch heute denkt. Das kann man bewundern oder sich fragen, was es bedeutet, dass ein Schwede aus Uppsala die Nomenklatur für die gesamte Erde festlegte. Linné selbst zweifelte daran vermutlich nicht.

Der direkt beim Schloss gelegene Botaniska trädgården ist ein grosszügiger Park mit Springbrunnen, alten Bäumen aus aller Welt und dem klassizistischen Linneanum-Gebäude. Hier wächst noch heute Linnés Lieblingsblume, das unscheinbare Moosglöckchen (Linnaea borealis). Ein kleines Gewächs für einen der bekanntesten Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte.

Nur wenige Schritte entfernt liegt der Linnéträdgården, der älteste botanische Garten Schwedens. Linné kuratierte ihn selbst und er ist von Mai bis September geöffnet. Daneben befindet sich sein Wohnhaus, das heute als Linné-Museum dient. Das Haus hat die seltene Eigenschaft, Geschichte nicht zu musealisieren.
Linnés Sommersitz Hammarby liegt etwa elf Kilometer ausserhalb und beherbergt die weltweit grösste Sammlung seiner persönlich gesammelten Pflanzen, darunter über 40 lebende Exemplare aus dem 18. Jahrhundert. Er ist per Bus oder Fahrrad erreichbar. Einer der stillsten Orte meiner ganzen Reise.

Der Botanische Garten ist kostenlos. Der Eintritt für den Linnéträdgård und das Linné-Museum beträgt von Mai bis September ca. 80 bis 100 SEK pro Erwachsenem. ⇢ https://www.uu.se/linnetradgarden
Die Öffnungszeiten von Hammarby gibt es auf ⇢ https://www.uu.se/linnes-hammarby
Fika: Die Pause, die kein Ausruhen ist
In Schweden ist Fika nicht einfach nur ein Kaffee im Pappbecher. Es ist eine heilige Unterbrechung: Man setzt sich hin, teilt, redet oder schweigt gemeinsam. Und isst etwas Süsses, das man allein dadurch verdient hat, dass man lebt. Wer das als Kaffeepause bezeichnet, hat das Prinzip nicht verstanden.
Güntherska Hovkonditoriet
Das eleganteste Café der Stadt ist seit 1887 in Betrieb und königlicher Hoflieferant. Es verfügt über Kronleuchter und hohe Decken im Inneren sowie über die schönste Fika-Terrasse direkt am Fyrisån im Sommer. Es gibt hausgemachte Törtchen, Sourdough-Pizza und von Juni bis August eigenes Gelato.
Adresse: Östra Ågatan 31, 753 22 Uppsala
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 09–19 Uhr, Sa und So 10–18 Uhr
Website: www.guntherska.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Im Sommer draussen am Wasser sitzen und Zimtschnecke mit frischem Gelato kombinieren.
Ofvandahls Hovkonditoriet
Das Café ist seit 1878 in Betrieb und befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude nahe der Kathedrale. Es ist das älteste noch betriebene Café Uppsalas. Hier gibt es Kaffee mit freiem Nachschlag (Påtår). Die Spezialität ist die Linnébakelse, eine Marzipan-Praline mit dem Profil von Carl von Linné. Es ist im Falstaff Coffee Guide Nordics 2026 als eine der empfehlenswertesten Adressen der nordischen Länder gelistet.
Adresse: Sysslomansgatan 5, 752 23 Uppsala
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 07:30–18 Uhr, Sa 09–18 Uhr
Website: www.ofvandahls.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Die Linnébakelse bestellen. Unter der Woche ruhiger als am Wochenende.
Kafferummet Storken
Eine Institution seit 1989, eine Treppe hinauf über dem Stora Torget, die sich bewusst nicht verändert hat: Es gibt viele kleine Räume, Möbel von Grossmutter und Kuchenvitrinen ohne Hochglanz. Die Preise sind bescheiden, die Atmosphäre unübertroffen.
Adresse: Stora Torget 3, 753 20 Uppsala
Website: @kafferummet_storken (Instagram)
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Den Storkens Special bestellen: Schokoladentorte mit Vanille und Karamell.
Café Linné
Das Café, das am stärksten nach Uppsala riecht. Die Einrichtung ist bewusst unfertig, es gibt grosse Linnébullen, Focaccia und gute Smoothies. Es ist sehr beliebt und nicht selten voll.
Adresse: Svartbäcksgatan 22, 753 32 Uppsala
Website: www.cafelinne.com
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Den Linnébullen früh bestellen — er ist mittags oft weg.
Centralkonditoriet
Seit 1902 gibt es zehn Sitzplätze in der Gasse Vretgränd, zwei Minuten vom Dom entfernt. Es ist das Gegenteil von Instagram-freundlich und gerade deshalb einen Umweg wert. Hier gibt es klassische schwedische Backwaren, die mit handwerklicher Präzision hergestellt werden.
Adresse: Vretgränd 16, 753 22 Uppsala
Website: www.centralkonditoriet.com
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Frühzeitig kommen. Am Wochenende schnell ausverkauft.
Restaurants für jeden Geschmack
Hambergs Fisk
Das Restaurant ist seit 1982 in Familienhand und konstant auf Platz 2 aller Restaurants in Uppsala auf TripAdvisor, obwohl es über 730 Bewertungen gibt. Es gibt den frischesten Fisch, eine Brasserie-Atmosphäre und faire Preise. Kürzlich renoviert.
Adresse: Fyristorg 8, 753 10 Uppsala
Website: www.hambergs.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Mittagstisch Di bis Fr: günstiger, gleich frisch. Abends Tisch reservieren.
Domtrappkällaren
Seit 1939 befindet sich das Restaurant in historischen Räumen am Fusse des Doms. Ein Teil der mittelalterlichen Ringmauer zieht durch den Speisesaal. Hier bestellt man schwedische Küche und bestellt aus einer exzellente Weinkarte. Im Sommer kann man die grosse Terrasse geniessen.
Adresse: S:t Eriks gränd 15, 753 10 Uppsala
Website: www.domtrappkallaren.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Abends mit Reservierung. Den Raum im Erdgeschoss mit dem mittelalterlichen Mauerwerk verlangen.
Dryck & Mat
Im früheren Bahnhofsgebäude. TripAdvisor bewertet mit 4,7/5 bei über 210 Bewertungen. Das Restaurant ist die höchstbewertete gehobene Adresse Uppsalas. Es gibt zwei Degustationsmenüs mit Getränkebegleitung, bei der Bier, Wein und Spirituosen gleichberechtigt sind.
Adresse: Olof Palmes Plats 2, 753 21 Uppsala
Website: www.dryckochmat.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Tisch vorausbuchen. Das Drei-Gänge-Menü mit Getränkebegleitung ist der beste Einstieg.
Villa Anna
Das Restaurant des gleichnamigen Boutique-Hotels befindet sich im historischen Kern. Hier wird nordische Küche mit regionalen Zutaten saisonal und präziseserviert. Der Service ist ruhig und aufmerksam, ohne aufdringlich zu werden.
Adresse: Odinslund 3, 753 10 Uppsala
Website: www.villaanna.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Tisch reservieren — es ist ein kleines Haus.
Peppar Peppar
Das empfehlen die Uppsalaer, wenn sie gefragt werden, wohin sie Freunde von ausserhalb mitnehmen würden. Nordisch-europäische Küche, bodenständig, ohne Überkonstruktion.
Adresse: Svartbäcksgatan 5, 753 32 Uppsala
Website: www.pepparpeppar.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Oft ausgebucht. Mindestens zwei bis drei Tage im Voraus reservieren.
Svintorget
Benannt nach dem historischen Volksmund-Namen des Kungsängstorgs, einst ein Schweinemarkt. Das Familienunternehmen Triller Mat & Bröd serviert skandinavische Küche: ehrliche Rohstoffe, präzise Aromen und ein Interieur aus recycelten Uppsala-Materialien. Es gibt Lunch und à la carte.
Adresse: Kungsängstorg 5, 753 20 Uppsala
Website: www.svintorget.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Öffnungszeiten vor dem Besuch auf Google Maps prüfen — junge Adresse.
Aaltos Italian Grill & Garden
Im Erdgeschoss des Alvar-Aalto-Gebäudes erwarten Sie runde Plüschboxen, Messingakzente und eine imposante Vinothek. Hier wird raffinierte italienische Küche mit frischer Pasta, Risotto, Meeresfrüchten und Steinofen-Pizza serviert. Im Sommer öffnet der Garten.
Adresse: Sysslomansgatan 14, 753 11 Uppsala
Website: www.aaltos.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Nach den Sitzboxen (bås) verlangen. Den Saffranrisotto bestellen.
Plock
Das Beste daran ist, dass es sich nur schwer kategorisieren lässt. Tagsüber Bistro, abends Bar, immer etwas dazwischen. Die Karte bietet tapasähnliche Gerichte wie Caprese, Lachs, Pasta und kubanische Sandwiches. Außerdem verfügt es über eine der stärksten Cocktailkarten der Stadt.
Adresse: Dragarbrunnsgatan 24, 753 20 Uppsala
Website: www.plock.nu
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Als Abendstart mit einer Gruppe: kalte Platten zum Teilen, dann Cocktailkarte erkunden.
Brezza
Seit 1992 ist es eine feste Grösse und eines der wenigen Lokale, über das Einheimische konsequent Gutes berichten. Die Einrichtung ist rustikal mit Ziegelwänden, Gewölbedecken und einem grossen Holzofen. Die Küche ist klassisch italienisch: Antipasti, Pasta, Pizza, Grillgerichte und Desserts. Besonders gelobt werden Ossobuco, Tiramisu und die Weinauswahl.
Adresse: Skolgatan 31, 753 11 Uppsala
Website: www.brezza.se
Google Maps: Auf Karte öffnen
Mein Tipp: Tisch reservieren, besonders am Wochenende. Den Ossobuco nicht verpassen.
Uppsala Sehenswürdigkeiten für Kinder
Uppsala ist für Familien besser geeignet, als sein Ruf vermuten lässt. Das Evolutionsmuseum der Universität beherbergt Skandinaviens grösste Dinosaurier-Sammlung mit echten Fossilien und Theropoden in Originalgrösse. Kinder stehen davor mit offenem Mund. Der Eintritt ins Museum ist kostenlos.
Der Pelle-Svanslös-Park ist einem Kater gewidmet: Pelle Svanslös, der schwanzlose Kater aus den schwedischen Kinderbüchern von Gösta Knutsson, stammt aus Uppsala. Der Themenspielplatz mit nachempfundenen Häuschen der Buchfiguren funktioniert auch für Kinder, die die Bücher nicht kennen, und weckt den Wunsch, sie danach zu lesen.

In Gamla Uppsala eignen sich die Wege rund um die Königsgräber für alle Altersgruppen. Der Klosterparken bietet einen mittelalterlichen Holzspielplatz für jüngere Kinder. Bei schlechtem Wetter hat Uppsala genügend Museen und Cafés mit Spielecken zu bieten, um einen regnerischen Tag gut zu überbrücken.
Anreise und praktische Hinweise zu den Uppsala Sehenswürdigkeiten

Per Zug: Ab Stockholm Centralstation stündlich, ca. 35 bis 38 Minuten (SJ oder SL Pendeltåg). Ab Flughafen Arlanda: 18 bis 20 Minuten. Per Auto: rund 70 km, etwa eine Stunde, aber vor Ort braucht man kein Auto.
Vor Ort: Das Zentrum ist zu Fuss gut erkundbar. Uppsala gilt als eine der fahrradfreundlichsten Städte Schwedens, Velos sind überall zu mieten. UL-Busse verbinden das Zentrum mit Gamla Uppsala und dem Umland.
Beste Reisezeit: Uppsala lohnt ganzjährig. Frühling (April/Mai): Blütezeit, Valborg am 30. April. Sommer (Juni bis August): beste Zeit für Gamla Uppsala und Hammarby, Linné-Aussenstellen nur Mai bis September geöffnet. Herbst: ruhiger, Laubfärbung am Fyrisån. Winter: Dom und Gustavianum unberührt von Saison.
Tourismus Informationen: ⇢ https://destinationuppsala.se/en/
Was bleibt von Uppsala
Was sich in meinem Gedächtnis verändert hat, seit ich Uppsala besucht habe, ist schwer zu beschreiben. Konkret ist jedoch Folgendes passiert: Die Temperaturskala, die man täglich benutzt, wurde von einem Mann erfunden, den man noch Stunden zuvor in Uppsala gesehen hatte. Das System, mit dem die gesamte Biologie Lebewesen benennt, wurde von einem Mann erdacht, der durch diese Gassen spazierte und Moosglöckchen liebte. Der Mann, der das Neandertaler-Genom entschlüsselte und uns unsere Herkunft zeigte, hat in diesen Gebäuden promoviert.
Uppsala ist eine Stadt, die ihre Geschichte täglich mit sich trägt, ohne sie zu erklären. Es gibt keine thematisierten Erlebnisrouten und auch keine aufgestellten Pappaufsteller mit QR-Codes. Nur der Dom, die Hügel und die Gärten. Und das stille Bewusstsein, an einem Ort zu sein, der älter ist, als man es sich vorstellen kann.

Von 2023 bis 2025 arbeitete die Stadt als EU-Pilotstadt im NetZeroCities-Programm aktiv an Klimaneutralität. Das Programm ist zwar abgeschlossen, doch das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, bleibt bestehen. Die UL-Busse fahren mit Biogas, Radwege sind überall vorhanden und Nachhaltigkeit ist hier kein Slogan, sondern Alltag.
"Ich war dort. Ich komme wieder. Und ich würde mir wünschen, du hörst auf, Uppsala auf die 'vielleicht'-Liste zu setzen."
Quellenangaben
1. Uppsala Domkyrka, offizielle Öffnungszeiten 2026: https://www.svenskakyrkan.se/uppsaladomkyrka/information-for-visitors
2. Destination Uppsala, Facts & History, aktuelle Ausstellungen 2026: https://destinationuppsala.se/en/
3. Uppsala Universität, Geschichte und Unterbrechung 1515 bis 1593: https://www.uu.se/en/about-uu/history
4. Uppsala Universität, Nobelpreise (16 Alumni, 8 für Arbeit in Uppsala): https://www.uu.se/en/about-uu/history/nobel-prizes
5. Uppsala Universität, Nobelpreisträger-Vorlesungen 2025: https://www.uu.se/en/about-uu/nobel-laureate-lectures-in-uppsala
6. Visit Sweden, Uppsala: https://visitsweden.com/where-to-go/middle-sweden/uppland/uppsala/
7. Wikipedia, Uppsala Cathedral (Höhe, Baudaten, Zettervall): https://en.wikipedia.org/wiki/Uppsala_Cathedral
8. Wikipedia, Helgo Zettervall: https://de.wikipedia.org/wiki/Helgo_Zettervall
9. Wikipedia, Gamla Uppsala (Hügel, Archäologie, Adam von Bremen): https://en.wikipedia.org/wiki/Gamla_Uppsala
10. Destination Uppsala, Royal Mounds: https://destinationuppsala.se/en/activities/royal-mounds/
11. Archaeology Magazine, Gamla Uppsala, Grabfunde Westhügel: https://archaeology.org/issues/july-august-2017/off-the-grid/trenches-sweden-gamla-uppsala/
12. Uppsala.se, Bevölkerungsstatistik 2026 (249.896 Einwohner per 31. März 2026): https://www.uppsala.se/kommun-och-politik/statistik-om-uppsala/aktuell-folkmangd-i-uppsala-kommun/
13. Uppsala NetZeroCities / SCALE UP 2023 bis 2025, Klimaziel 2030: https://netzerocities.eu/scale-up-systematic-climate-action-to-lower-emissions-in-uppsala/
14. Wikipedia, Uppsala University (Gründung, Alumni): https://en.wikipedia.org/wiki/Uppsala_University
15. Uppsala International Summer School: https://www.uiss.se
16. White Guide Sverige (vor Veröffentlichung aktuelle Einträge prüfen): https://whiteguide.se
17. Life in Norway, 7 Historic Facts About Uppsala: https://www.lifeinnorway.net/facts-about-uppsala-sweden/
Dieser Text wurde mit Hilfe von Claude AI und Deepl rechercheiert und korrigiert.
© schwedenhappen.ch | Stand: Juli 2026
