Man kann es drehen und wenden wie man will: das Auto ist eine der grossen Errungenschaften unserer Zeit. Und so erstaunt es auch nicht, dass im Volvo Museum in Göteborg immer Hochbetriebe herrscht. Die Kult-Karossen aus Schweden erleben zur Zeit einen neuen Boom und sind in ganz Europa gefragter denn je. Design, Qualität und Sicherheit sind die Trümpfe von Volvo.

Kleiner Motivationsschub für alle, die sich nicht für Autos interessieren. Das Volvo Museum liegt direkt am Wasser. Man könnte sich also theoretisch einen Kaffee und ein Buch organisieren und dann gemütlich warten, bis die Kolleginnen und Kollegen das Museum besucht haben. Aber das nur theoretisch, denn praktisch wäre das schon fast Frevel an Volvo

(Foto Andrea Ullius)
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Über 100 Fahrzeuge sieht man im Volvo Museum

Grob gesagt findet ihr im Volvo Museum alle bedeutenden Produkte mir dem Volvo Emblem aus über 80 Jahren Firmengeschichte. Am 14. April 1927 rollte mit dem „Jakob“ genannten Modell ÖV 4 der erste Volvo Personenwagen aus der Werkhalle von Volvo. Die Fabrik stand in Hisingen, einer Insel vor den Toren von Göteborg. Hier ist auch heute noch der Hauptsitz mit dem Volvo Museum beheimatet.

Auf 7’000 Quadratmetern sieht man alles, was von Volvo bis heute gebaut wurde: Autos, Lastwagen, Busse, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Flugzeuge und Boote. Aus allen Epochen sind Originalwagen, aber auch Prototypen und Designstudien zu sehen. Auf einem kurzweiligen Rundgang auf zwei Stockwerken wird die Firmengeschichte auf unterhaltsame Art und Weise visualisiert. Ich hab mich prächtig unterhalten und nach zwei Stunde war mir klar, weshalb ich auch einen Volvo möchte.

(Foto Andrea Ullius)
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Sicherheit steht im Zentrum

„Autos werden von Menschen gefahren. Das Leitmotiv für alles, was wir bei Volvo machen, ist deshalb Sicherheit.“ Diese Sätze, die am Beginn des Rundgangs stehen, formulierten die Volvo Gründer schon 1930. An verschiedene Stellen in der Ausstellung wird aufgezeigt, wie Volvo die Sicherheit von Autos verbesserte. Beispielsweise wurde 1959 erstmals der „Dreipunkte-Sicherheitsgurt“ von Nils Bohlin serienmässig verbaut. Auf dieses Patent setzte anschliessend die ganze Automobilindustrie. Selbstbewusst schreibt Volvo deshalb: „A bit of Volvo is in every car“.

(Foto Andrea Ullius)
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Fahrzeuge von König und Filmstar

Ausgestellt sind auch Volvos von Prominenten. Ein dunkelblauer PV60 von 1946 gehört König Carl XVI. Gustaf und wird einmal im Jahr auf die Insel Öland gebracht damit der blaublütige Autofan mit Startnummer eins und Königin Sylvia auf dem Beifahrersitz die Königsrallye anführt. Schnittig ist auch der weisse Prototyp eines Volvo P1800, wie ihn in den 1960er-Jahren der TV-Serienheld Simon Templar (dargestellt von Roger Moore) mit dem Kennzeichen ST1 fuhr.

Ich will einen Volvo

Ja, ich will auch einen Volvo. Bis jetzt war ich ja VW mehr oder weniger treu, aber die Vehikel aus Schweden haben mich vollends überzeugt. In den letzten Jahren hat sich Volvo für meinen Geschmack designmässig massiv verbessert. Die Wagen sind eleganter geworden und echte Hingucker. Was mich aber beeindruckt ist die erstklassige und hochwertige Verarbeitung. So einen Volvo hat man wahrscheinlich sein Leben lang. Also liebe Volvo. Ich würde einen nehmen.

(Foto Andrea Ullius)
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Volvo Museum
Arendal Skans
SWE 405 08 Göteborg

museum@volvo.com
http://www.volvomuseum.com/

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du bequem zum Volvo Museum: Strassenbahn-Linien 5,6 und 10 Eketrägatan, Hisingen. Umsteigen auf Buslinie 32 Volvo Torslanda (via Arendal), Haltestelle Arendal Skans (100 m zum Museum)

Text: Andrea Ullius
Quellen: Volvo Museum, Volvo Car Austria
Fotos: Andrea Ullius