100% Friluftsliv ist das Motto von Wildact Adventure. Und in der Tat finden die Aktivitäten des Abenteuer-Anbieters in Arvidsjaur immer im Freien statt. Ich habe die zwei Schweizer Auswanderer von Wildact Adventure getroffen und viel über Schlittenhunde und Outdoor-Spass erfahren.

Wildact Adventure
Jürg Eugster und Simone Mendelin mit zwei ihrer Hunde. (Foto: Wildact Adventure)

Seit 10 Jahren leben Simone Mendelin und Jürg Eugster nun in Schweden und betreiben in der Nähe von Arvidsjaur eine sehr coole Unternehmung für Outdoor-Abenteuer. Dass dies alles so gekommen ist, hat viel mit Hunden zu tun.

Von der Auszeit zur „Auszeit“

Begonnen hat das Abenteuer mit einer Auszeit. Jürg Eugster arbeitet nach seinem Studium zum Bauingenieur einige Zeit auf seinem Beruf, bevor er eine längere Auszeit nahm. Nach einer Reise kreuz und quer durch die Welt, heuerte er auf einer Huskyfarm in Finnland an. Die Arbeit mit den Hunden und der Kontakt zu den Gästen hat ihn restlos begeistert.

Zurück in der Schweiz, zogen Simone und Jürg von der Aglo-Zürich auf’s Aargauer Land und schafften die ersten drei Huskies an. Kurz darauf waren es 5 Exemplare und einige Zeit später tummelten sich 11 Hunde beim Paar Mendelin / Eugster. Irgendwie passte das aber nicht. Die Arbeit im angestammten Beruf machte Jürg keine Freude mehr, ja sie belastet ihn zusehends.

Dank Schlittenhunden nach Schwedenausgewandert. (Foto: Johannes Kormann / Wildact Adventure)

Nach schlaflosen Nächten und vielen Gesprächen stand der Entschluss fest: die nächste Auszeit musste her. Eine Definitive mit dem Fokus auf Hunden. Eine in Schweden. Eine für Immer?

In 10 Monaten zur neuen Existenz

Wahrscheinlich stellen sich viele von uns Auswandern relativ einfach vor. Dies ist mutmasslich auch der Grund, weshalb ein grosser Teil scheitert. Im Gespräch mit den beiden Schweizern habe ich schnell bemerkt, dass sie „ihr Ding“ äusserst professionell angingen.

Jürg und Simone sind folglich auch nicht einfach mal nach Schweden gereist und haben dann geschaut, wie es läuft. Nein, sie haben detailliert geplant, einen Businessplan erstellt und vor allem nach dem richtigen Objekt Ausschau gehalten und Optionen angedacht.

Der Aufbau der Infrastruktur brauchte Zeit und Geld. (Foto: Andrea Ullius)

Jürg ist klar der Meinung, dass die Wahl des richtigen Standorts für ein solches Vorhaben von entscheidender Bedeutung ist: „Ich habe mir zuerst ein Grundstück in Vilhelmina angeschaut, das war strategisch jedoch nicht günstig. Arvidsjaur hingegen ist ideal. Es gibt hier einen Flughafen und im Winter werden ab Deutschland Direktflüge angeboten.

An Ostern 2007 entdeckte Jürg den Bauernhof in Storberg (Arvidsjaur), besichtigte ihn, verhandelte und unterschrieb. Im August 2007 stand Jürg auf seinem eigenen Grundstück, einen Monat später reiste Simone an und im Dezember startete man die erste Tour mit Gästen.

In zehn Monaten haben sich Jürg Eugster und Simone Mendelin in Lappland eine neue Existent aufgebaut. Mich hat beeindruckt, wie überlegt sie das gemacht haben und mit welcher Präzision sie nach wie vor am Werk sind.

Investitionen werden oft unterschätzt

Selbstverständlich wurde auch das Projekt Huskyfarm in Schweden nicht vor Ungemach verschont. Nur schon das Erlangen der Personennummer und das Auseinandersetzen mit der schwedischen Bürokratie, welche der Schweizerischen in keiner Weise nachsteht, waren Knacknüsse, die viele schon zur Aufgabe veranlasst hätten. Jürg und Simone blieben hartnäckig, und so wurde diese Klippe umschifft.

Und dann war da noch das liebe Geld. Die Kosten für das Land waren bekannt, aber die zusätzlichen Investitionen summierten sich blitzartig. Neue Zwinger mussten gebaut, Gästehäuser erstellt und weitere Infrastrukturen instand gestellt werden. Es brauchte Hundeschlitten, Geschirre, Ausrüstung für die Gäste usw. Und alles auf ein Mal. Da die beiden Schweizer bei der Qualität keine Abstriche machen wollten wurde das Geld ziemlich knapp.

Die Investitionen in die Infrastruktur für die Hunde waren umfangreich (Foto: Andrea Ullius)

„Am Anfang hatten wir schon viele schlaflose Nächte. Speziell gegen Monatsende, wenn man merkte, dass die Kreditkarte noch nicht bezahlt war,“ sagt Simone Mendelin. Doch mit harter Arbeit und passendem Marketing kamen immer mehr Gäste zu Wildact Adventure, machten Mund zu Mund Propaganda, und so konnten die Finanzen sukzessive ins Lot gebracht werden. Heute steht die Unternehmung finanziell gesund da und Investitionen in die Infrastruktur können getätigt werden.

Marketing und Qualität macht sich bezahlt

Schon früh hat Wildact Adventure begonnen ihre Angebote im Web bekannt zu machen. Eine attraktive Webseite und Aktivitäten auf Social Media Kanälen verbesserten die Bekanntheit der Unternehmung laufend. Unterdessen generieren Simone und Jürg ca. 70% der Buchungen über die eigene Webseite, der Rest kommt über Reiseagenturen. Über Hotels in der Region wird wenig Umsatz erwirtschaftet.

Nebst der tollen Qualität, die Wildact Adventure bietet, spielt das gestiegene Interesse von deutschsprachigen Touristen an Lappland den Schweizern in die Karten. „Ich glaube, für viele Menschen ist der Norden schon immer ein Traum gewesen, und nachdem nun der Mittelmeerraum nicht mehr so attraktiv ist (Sicherheit, Massentourismus usw.), wird dieser Traum verwirklicht. Der skandinavische Lebensstil ist im Moment im Trend. Ich hoffe, es ist nicht einfach ein Hype“, versucht Jürg Eugster das Wachstum zu erklären

Die neue Suite ( Familienzimmer) ist ein Bijou geworden. (Foto: Andrea Ullius)

Und so baut Wildact Adventure ihre Infrastruktur laufend aus. Als ich bei Jürg und Simone zu Besuch war, wurde gezimmert, gehämmert, Holz gehackt, es war eine wahre Freude. Das Haupthaus erhielt einen neuen Speiseraum, ein sehr grosses Familienzimmer im 1. Stock und eine top moderne Küche.

Schlittenhunde im Fokus

Man kann sich im Falle von Jürg Eugster durchaus des etwas ausgelutschten Sprichworts „Er ist auf den Hund gekommen“ bedienen. Nach den ersten Minuten in Storberg war mir klar: Er kann es wirklich mit diesen Prachtstieren. Man spürt, wer Herr und Meister ist, aber auch die innige Beziehung von Jürg zu seinen Hunden.

Jürg Eugster war schon immer ein Naturmensch. In der Schweiz traf man ihn zu jeder Jahreszeit in den Bergen an. Egal ob Ski- oder Bergtour inkl. Bivak, der Schweizer bewegte sich immer aus eigener Kraft vorwärts. Oft war das sehr anstrengend und der Radius der Touren eingeschränkt.

Dann hat er als „gewöhnlicher“ Gast eine Tour mit Schlittenhunden unternommen und war hin und weg. „Es war krass. Plötzlich konnte ich mich ohne Motor, mit weniger Anstrengung in der unberührten Natur fortbewegen und kam unendlich viel weiter, als zu Fuss“, schwärmt Jürg Eugster.

Und Eugster schwärmt weiter: „Es ist beinahe wie Meditation, wenn du auf dem Schlitten stehst und vorne die Beine der Hunde im Tackt zappeln, du an der verschneiten Landschaft vorbeigleitest. Es herrscht Ruhe und du hörst nur deinen Atem und der der Hunde. Es gibt nur dich und die Hunde.“

Der Chef ist klar definiert

Was mich sehr beeindruckt hat ist, wie Jürg Eugster seine Hunde im Griff hat. Ich war schon zwei, drei mal auf einer Huskyfarm. Nur schon wenn die Hunde gefüttert wurden, konnte sich der Doghandler kaum auf den Beinen halten, so stürmisch und gierig waren die Hunde.

Bei Eugsters Hunden ist das komplett andres. Da sitzen die Hund artig in Reih und Glied und das Futter wird in die Näpfe verteilt und in den Zwinger gestellt. Auf Kommando dürfen die Hunde dann fressen. Es gibt kein Futter, bevor die Hunde nicht still sitzen. Das wissen diese natürlich unterdessen haargenau und so verläuft die Fütterung meist sehr gesittet.

Ab zur Fütterung. Die Hunde kennen das Ritual genau. (Foto: Andrea Ullius)

„Die Hunde müssen zu jeder Zeit wissen, wer der Chef ist, sonst macht jeder, was er will. Das kann dann sehr problematisch sein“, sagt Hundenarr Eugster. Dass das keine leeren Worte sind, demonstrierte Eugster während des Nachtessens draussen. Aus irgend einem Grund begannen die Vierbeiner mit Randale. Ein bestimmtes „Ruhe“ von Jürg Richtung Zwinger und innert zwei Sekunden war kein Laut mehr zu hören. Krass.

Die Hunde wollen Streicheleinheiten

Da ich im Sommer in Arvidsjaur bei Wildact Adventure zu Besuch war, konnte ich natürlich keine Hundeschittenfahrt ausprobieren. Die Alaskan Huskies von Jürg Eugster sind „Mischlinge“ und unterscheiden sich deshalb auch im Aussehen. Einige sehen eher aus wie die klassischen Sibirischen Huskies, andere eher wie Jagdhunde.

Aber auch Alaskan Huskies lieben das warme bis heisse Sommerklima gar nicht. Da liegen sie faul rum und rennen höchstens kurzfristig in den Freiläufen rum. An Streicheleinheiten und Kraulen freuen sie sich aber immer. Generell haben die Alaskan Huskies gerne den Kontakt zum Menschen. Kaum näherte ich mich dem Zwinger kamen die Hunde, um mich zu beschnuppern. Wehe ich streichelte den Einen, so kam der Nächste und wollte auch Zuneigung. Ach, war das schön.

Die Huskies sind zutraulich und lieben Zuneigung. (Foto: Johannes Kormann / Wildact Adventure)

Im Winter werden die 60 Hunde von Storberg äusserst lebhaft, dann wollen sie rennen. Sie lieben die Bewegung und brauchen sie. Es ist also keine Tortur für die Hunde, wenn sie deinen Schlitten ziehen. Da ich noch nie mit Schlittenhunden unterwegs war, steht dieses Abenteuer ganz oben auf meiner To-do-Liste.

Wenn du im Sommer „etwas mit Hunden“ unternehmen möchtest, dann kannst du Huskytrekking machen. Du bekommst einen Hund, ein Geschirr, einen Hüftgurt und dann geht es Wandern. Speziell ist hier nicht in erster Linie die Wanderung, sondern die Beziehung Mensch zu Hund. Wer führt wen? Wer ist der Chef. Ein solches Abenteuer kann also auch eine sehr lehrreiche Erfahrung sein.

Verstärkt den Sommer fördern

Bis vor zwei Jahren hat sich das Geschehen auf Storberg mehr oder weniger im Winter abgespielt. Nun wollen das Simone Mendellin und Jürg Eugster das Wintergeschäft weiter ausbauen, aber neu auch im Sommer Aktivitäten etablieren. Dabei setzen die beiden aber nicht nur auf Selfmade, sondern streben bewusst Partnerschaften mit jungen Guides oder Firmen an. „Es ist nicht gerade glaubwürdig, wenn ich als Jürg Eugster plötzlich noch der Packraft-, Langlauf- und Schneeschuhspezialist bin“, sagt der Schweizer.

Johannes Kormann ist einer der Partner-Guides von Wildact Adventures (Foto: Andrea Ullius)

Eine Zusammenarbeit mit externen Partnern ist aus Sicht von Jürg eine win-win-win Situation: „Wildact Adventure hat die Unterkünfte ausgelastet, der Guide hat einen Auftrag und eine Plattform für die Vermarktung und die Gäste profitieren von einem viel grösseren Angebot an Aktivitäten.“

Packraft das Sommerhighlight

Bei meinem Besuch bei Wildact Adventure durfte ich etwas sensationell Cooles ausprobieren. Es heisst Packraft und ist das Sommerhighlight in Arvidsjaur. Der Profi in Sachen Packrafting ist Johannes Kormann. Er hat mir alles beigebracht. Packraft funktioniert ganz einfach. Man kombiniert Wandern und Kajakfahren und kommt plötzlich an ganz neue Ort.

Mit der richtigen Technik ist das Packraft in 5 Minuten startklar. (Foto: Johannes Kormann)

Ein Packraft ist grob gesagt ein kleines, aufblasbares Kajak. Zusammengepackt ist es ca. drei Kilogramm schwer und kann in oder an jeden Rucksack montiert werden. Die Paddel werden zusammengesteckt und benötigen auch nicht mehr Platz als ein Sonnenschirm.

Zu Beginn des Packraft-Tages war ich skeptisch. Ich dachte mir, dass es bestimmt ein Saumurks ist, dieses Ding aufzublasen und an der Stabilität des „Plastikdings“ habe ich auch gezweifelt. Eingetreten ist genau das Gegenteil. Dank eines simplen „Pumpsacks“ ist das Packraft in fünf Minuten startklar und man sitzt absolut stabil und sicher im Wasser. Auch über Stromschnellen kommt man problemlos. Ich fand’s mehr als nur genial.

Kleine Trockenübung vor dem Start. (Foto: Johannes Kormann)

Mobilität als Trumpf des Packrafts

Ein Packraft hat gegenüber einem Kajak oder Kanu einen entscheidenden Vorteil: Man ist mobil. Wer schon mal ein Kajak schleppen musste, weiss, dass das nicht so toll ist. Ganz anders beim Packraft. Ist das Wasser zu wild, packt man sein Packraft zusammen, wandert an den nächsten günstigen Ort und gleitet wieder ins Wasser. So lassen sich Wanderrouten bestens mit einer Paddeltour kombinieren.

Das Packraft ist im Rucksack verstaut. (Foto: Andrea Ullius)

Sein Gepäck kann man ebenfalls mitnehmen. Es ist aber wichtig, dass du deine Sachen in einen wasserfesten Rucksack oder Seesack steckst, denn ganz trocken ist Packrafting nicht. Tatsächlich soll es auch Leute geben, die ein Fahrrad mit dabei haben und Radfahren mit Packrafting verbinden. Find ich eine gute Idee.

Mit einem Packraft gleitet man fast mühelos durch das Wasser. (Foto: Johannes Kormann)

Johannes Kormann, der Packraft Guide von Wildact Adventure hat ganz verschiedene Routen im Petto und kann mit dir eine passende Tour unternehmen. Freu dich, auch der kulinarische Aspekt wird bei so einem Abenteuer nicht zu kurz kommen.

Outdoor Cooking das Spass macht

Sicher hast du auch schon so Survival Sendungen im TV gesehen. Da schleppen sich Menschen durch die Natur, werden von Mücken und anderem Ungeziefer geplagt, und am Abend essen sie dann am Feuer komische Tiere, Wurzeln oder undefinierbare Insekten. Dem sagen sie dann Outdoor Cooking.

Fisch fangen, ausnehmen und mit Holznägeln auf ein Brett montieren. Dann ans Feuer. Fertig. (Foto: Andrea Ullius)

Vergiss dieses Bild und stell dich auf Leckerein aus der Natur und in der Natur zubereitet vor. Wildact Adventuere bietet unter dem Titel „Wilde Küche“ ein outdoor Kochprogramm für Feinschmecker an. Dabei steht nicht der Survival Gedanke im Vordergrund, sondern der Genuss und Geschmack.

Nahrung aus der direkten Umgebung

Das Thema „Wilde Küche“ ist ein sehr gutes Beispiel, das die Philosophie von Wildact Adventure illustriert. Unter dem Dach „Naturnahe Erlebnisse“ steht nicht nur die Aktivität als solches im Fokus, sondern auch die Wissensvermittlung. So lernt man bei der Zubereitung seiner Mahlzeiten im Freien viele Dinge, die einfach Spass machen, ohne dass man nun zu einem Überlebenskämpfer ausgebildet wird. Nur schon der Tipp, wie man richtig Feuer macht, kann dich beim nächsten Grillplausch mit Freunden zum Helden machen.

Auch Kuchen kann man bestens outdoor zubereiten. (Foto: Andrea Ullius)

Ich finde es immer spannend zu sehen, was unmittelbar vor der Haustüre an Essbarem zu finden ist. Klar, mit einem See einen Steinwurf entfernt ist das einfacher als in der Stadt. Trotzdem gibt es auch hier Beeren, Kräuter, die man für eine leckere Outdoorküche verwenden kann.

Und selbst, wenn du einen Fisch gefangen hast (das geht ja noch relative schnell), dann scheitern die meisten an der Zubereitung. Umso erfreuter war ich über die Anleitung, wie man nun unseren Fisch perfekt, saftig und einfach am offenen Feuer zubereitet. Da war sogar Schnitzen gefragt.

Schnitzen, ja Schnitzen

Schnitzen ist auch ein gutes Stichwort in Bezug auf Wildact Adventure. Eine der tollen Aktivitäten ist ein Schnitz-Workshop. Da denkst du jetzt wahrscheinlich: uff, sehr langweilig. Ist es nicht. Glaub mir, das ist zum einen sehr entspannend und zum anderen auch lustig. Ist doch cool, wenn du deinen eigenen Kochlöffel herstellen kannst. Ich gehe jede Wette ein, dass dich spätestens nach dem Löffel der Ehrgeiz packt und du noch weitere Dinge herstellen willst.

Naturnahe Erlebnisse, nicht Hochleistungssport

Bei allen Aktivitäten von Wildact Adventure bewegt man sich aus eigener Kraft vorwärts. Auf motorenlastige Dinge wird möglichst verzichtet. Dabei ist für Jürg Eugster aber eines ganz wichtig: „Unsere Touren sind durchaus anspruchsvoll, aber wir gehen mit unseren Gästen nie ans Limit. Wir sind keine Extremsportler. Das positive, naturnahe Erlebnis steht im Vordergrund. Der Gast darf nie überfordert werden.“

Mit den Schneeschuhen durch die verschneiten Wälder wandern. (Foto: Johannes Kormann / Wildact Adventure)

Gäste, die zeigen wollen, wie saumässig gut sie sind, werden bei Wildact Adventure nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen. Trotzdem möchte man natürlich ein „ausserordentliches Erlebnis“ mit nach Hause an den Stammtisch nehmen. Für mich war die Tour mit Johannes und dem Packraft ein solcher bleibender Eindruck.

Nebst der vernünftigen Dosierung der körperlichen Anstrengung legt das Team von Wildact Adventure auch Wert auf das kulinarische Erlebnis während der Touren. Beim Kochen und Essen lernen sich Teilnehmer und Guides besser kennen, und Erfahrungen können ausgetauscht werden. Passend ist einmal mehr ein Sprichwort. „Liebe geht durch den Magen.“

Im neuen Speisesaal trifft man sich zum Essen und zum Plaudern. (Foto: Andrea Ullius)

Wenn die Gäste den Rasen mähen

Wildact Adventure ist eine grosse Familie. Speziell im Sommer trifft man hier immer wieder Bekannte und Verwandte von Simone Mendelin und Jürg Eugster an. Auch ehemalige Mitarbeitende schauen regelmässig vorbei. Die Stimmung ist super.

Bei meinem Besuch in Arvidsjaur waren Hans Müller und seine Frau Marianne mit ihrem Wohnmobil zu Besuch. Hans ist pensioniert und arbeitete eine Saison bei Simone und Jürg. Und so erstaunt es auch nicht, dass Hans kurzerhand den Motorrasenmäher kaperte und sich mal um die Wiese kümmerte. Tags darauf machte er mit uns ebenfalls die ersten Erfahrungen mit Packrafting. Genau so lernt man neue Leute kennen.

Hans Müller hatte sein Stockkuchen im Griff. (Foto: Andrea Ullius)

Zwei Dinge haben mich bei meinem Besuch bei Wildact Adventure beeindruckt. Zum einen ist es die Professionalität, mit der Simone Mendellin, Jürg Eugster und das ganze Team ihre Unternehmung führen. Da sieht man nichts vom sonst üblichen „Aussteigergroove“. Die Unterkünfte sind modern und hochwertig und das Areal aufgeräumt und sauber. Hier zählt auch der Eindruck. Top.

Die Unterkünfte lassen keine Wünsche offen. (Foto: Johannes Kormann / Wildact Adventure)

Zum andern haben mich auch die Angebote und Aktivitäten von Wildact Adventure überzeugt. Die sind durchdacht und bieten immer etwas mehr als der Durchschnitt. Zudem bin ich auch von der Kreativität des Teams angetan. Da ist Drive drin.

Es gibt noch viel über Wildact Adventure zu erzählen. Am besten schaust du auf der Webseite vorbei und buchst dann deinen nächsten Lappland-Urlaub in Windeseile.

Wildact Adventure
Storberg 4
SWE-93399 Arvidsjaur

+46 73 83 64 498
info@wildact.ch
www.wildact.ch

65.512010, 18.938211
https://goo.gl/maps/v2rHEEKen2t

Auf der Anfahrt nach Storberg wirst du meist von Rentieren begrüsst. (Foto: Andrea Ullius)

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